Erneut legen Hafenmitarbeiter in Deutschland die Arbeit nieder – sie fordern mehr Lohn. Kritisch sieht das vor allem der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS).
In den wichtigen deutschen Seehäfen Hamburg, Emden, Bremerhaven, Bremen, Brake und Wilhelmshaven sind tausende Angestellte am Donnerstagmorgen, dem 23. Juni, in einen Warnstreik getreten. Zu diesem hatte erneut die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Zusätzlich findet in Hamburg eine Demonstration vom Sitz des ZDS bis zum Gewerkschaftshaus statt, melden dpa/Süddeutsche Zeitung.
Die Gewerkschaft vertritt rund 12.000 Beschäftigte in 58 tarifgebundenen Betrieben. Einen ersten Streik hatte es – erstmals seit Jahrzehnten – bereits am 9. Juni gegeben, kurz vor der dritten Tarifverhandlung. Für mehrere Stunden wurden keine Schiffe mehr abgefertigt – wodurch es in den ohnehin stark angeschlagenen Lieferketten zu noch stärkeren Verzögerungen kam. Nun zeigte sich Verdi mit dem Ausgang der vierten Verhandlungsrunde unzufrieden. Dem Betrieb an den Häfen drohe damit der Stillstand.
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