Angesichts der hohen Kosten für Energie und Kraftstoffe soll ein vergünstigtes Ticket für den Nahverkehr Menschen hierzulande dazu animieren, das Auto auch mal stehen zu lassen.
Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am Freitag, dem 20. Mai, zur Einführung des 9-Euro-Tickets beraten, die Mehrheit der Bundesländer hat der Einführung des Tickets zugestimmt. Am Vorabend hatte bereits der Bundestag der Einführung zugestimmt.
Das 9-Euro-Ticket ist ein Teil des Energiekosten-Entlastungspakets, auf das sich die Bundesregierung Ende März geeinigt hatte. Für 9 Euro pro Monat können in den Sommermonaten Juni, Juli und August bundesweit Busse und Bahnen des ÖPNV in der zweiten Klasse günstiger genutzt werden.
Mehrere Länder bekräftigten in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, finanzielle Mittel für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auszubauen. Bereits 2022 sollten etwa die Fördermittel für den Schienenpersonennahverkehr erhöht werden, so die Forderung.
Mehrfach kritisiert wurde zudem die Kurzfristigkeit des Vorhabens und die knappe Beratungszeit. Es könne aber auch als Chance verstanden werden, die öffentlichen Angebote verstärkt zu nutzen – dafür brauche es allerdings nachhaltigere Finanzierungskonzepte.
Vielerorts soll der Ticketverkauf ab dem 23. Mai starten – unter anderem auch bei der Bahn direkt, die das günstige Ticket in Reisezentren, am Fahrkartenautomat oder per App verkauft. Für Abo-Kundinnen und -Kunden solle der Differenzbetrag ausgeglichen werden.
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