Die Beschwerden zur Paketzustellung bei der Bundesnetzagentur haben stark zugenommen.
Mehr Online-Bestellungen, mehr Sendungen, mehr Probleme: 2021 gingen bei der Schlichtungsstelle der Bundesnetzagentur 3.752 Anträge ein, in denen es sich hauptsächlich um Konflikte rund um die Paketzustellung drehte. Das sind mehr als doppelt so viele Beschwerden wie noch im Vorjahr mit 1.861 Anträgen. Auch zu Beginn dieses Jahres sei das Beschwerdeniveau bereits in etwa so hoch im Vorjahreszeitraum, teilte die Behörde mit.
Die meisten Anträge zur Schlichtung betrafen erneut die Deutsche Post DHL – der Anteil betrug 81 Prozent. Immerhin noch etwa jeder zehnte Schlichtungsantrag bezog sich auf Beschwerden zu Hermes, DPD kam auf fast fünf, GLS auf zwei und UPS nur auf knapp ein Prozent. Grund ist auch, dass sowohl DHL als auch Hermes verstärkt im Privatkundensegment agieren. Bei der Schlichtungstelle handelt es sich lediglich um einen Service für Verbraucherinnen und Verbraucher, sie ist also nicht für Streitfälle im Geschäftskundenbereich zuständig.
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