Siemens hat einen Käufer für seine Logisiksparte Post- und Pakettechnologie gefunden.
Die Hamburger Körber AG kauft von Siemens Logistics die Sparte Post- und Paketlogistik ab und erweitert damit das eigene Portfolio im Bereich Supply Chain. Eine entsprechende Vereinbarung zur Übernahme wurde unterzeichnet, heißt es in der einer offiziellen Meldung von Siemens Logistics. Der Kaufpreis beträgt 1,15 Milliarden Euro und entspreche dem Unternehmenswert. Der Abschluss werde – vorbehaltlich der entsprechenden behördlichen Genehmigungen – im Laufe dieses Kalenderjahres erwartet.
Bereits zum Jahresende 2021 wurde bekannt, dass Siemens zugunsten der eigenen Wachstumsstrategie Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft zählen, abstoßen wolle. Dazu gehört auch das Post- und Paketgeschäft des Tochterunternehmens Siemens Logistics mit rund 1.200 Angestellten. Der Geschäftsbereich umfasst Planung, Konstruktion, Fertigung, Vertrieb, Installation und Inbetriebnahme sowie Wartung und weitere Dienstleistungen in der Post- und Paketautomatisierung. Zuletzt wurde in dem Segment ein Jahresumsatz von etwa 500 Millionen Euro erwirtschaftet.
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„Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere Mitarbeitenden und Kunden mit Körber den idealen neuen Eigentümer für das Post- und Paketgeschäft gefunden haben. Die zukunftsorientierte Strategie von Körber für Wachstum, Innovationen und Investitionen ist im besten Interesse aller Beteiligten“, so Roland Busch, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.
Zuvor hatte Siemens Logistics das Geschäft mit großen Antrieben aufgespalten. Der Geschäftsbereich zur Entwicklung von Lösungen für die Flughafenlogistik, etwa in Sachen Digitalisierung und für die Gepäck- und Frachtabfertigung, verbleibt bei Siemens.
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