Schiffstaus und Lieferkettenprobleme halten an
Dennoch hat die Corona-Pandemie, unter anderem wegen geschlossener Häfen nach Infektionen, die Fahrpläne zahlreicher Reedereien und damit die Transportabwicklung durcheinander gebracht. So kommt es dem ifw zufolge weiterhin zu Verzögerungen in der Containerschifffahrt und in den Lieferketten: Wie schon im Dezember stecken derzeit noch rund 11 Prozent aller weltweit verschifften Waren in Staus fest. Im Roten Meer seien rund 11 Prozent weniger Waren unterwegs als üblich.
Mit einer Entspannung der Lage hatte man eigentlich nach dem chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar dieses Jahres gerechnet, doch große Reedereien, wie etwa Hapag-Lloyd, geben diesbezüglich zunächst keine Entwarnung: „Die Belastungen der Lieferketten werden ein Problem bleiben“, sagte Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen nach Angaben von Onvista/Reuters. Doch vielleicht könnte es ab dem zweiten Quartal dieses Jahres etwas entspannter werden. Nach überstandener Omikron-Welle könnte etwa die Be- und Entladung der Schiffe wieder reibungslos funktionieren und Staus vor den Häfen an der Westküste der USA könnten abnehmen. Von da an könnte sich der Markt nach sechs bis acht Monaten – also bis zum Jahresende – normalisieren.
Im Zuge der Containerengpässe hatten sich auch die Frachtraten massiv verteuert. Zum Vorwurf, dass Reedereien Kapazitäten absichtlich reduzieren würden, betonte Reedereichef Jansen: „Jedes Schiff, das wir haben, wird eingesetzt. Wir halten mit Sicherheit keine Kapazitäten zurück.“ Die Kosten würden aber wegen gestiegener Preise für die Charterung von Schiffen, die Abfertigung an den Terminals und für Treibstoff nicht wieder auf das Niveau von 2018 oder 2019 sinken.
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