Umgang mit Lieferunterbrechungen
Wie viele Bestandsmanager wissen, kann die Planung für das chinesische Neujahrsfest eine komplexe Aufgabe sein, da es zahlreiche Variablen zu berücksichtigen gilt. Wie viele zusätzliche Bestände bestellen sie zum Beispiel, um ihre Nachfrage zu decken? Wann geben sie die Bestellungen auf? Benötigen sie für verschiedene Lieferanten unterschiedliche Kontingente? Und wie schaut es auf Produktebene aus?
Vier wichtige Punkte gilt es zu beachten:
Zeit für die Erstellung genauer Bedarfsprognosen aufwenden
Wahrscheinlich müssen Bestandsmanager Nachfrageprognosen für einen längeren Zeitraum als normal erstellen. Sie sollten sich also Zeit nehmen, um historische Nachfrageperioden zu betrachten und Aspekte wie saisonale Ereignisse, Werbeaktionen oder Nachfragetrends zu berücksichtigen, die eine Anpassung der Basisnachfrage für bestimmte Produktlinien erforderlich machen.
Bedarfsprognosen teilen und diese frühzeitig mit Lieferanten kommunizieren
Das bekannte Sprichwort „der frühe Vogel fängt den Wurm“ ist hier angebracht. Bestandsmanager sollten sicherstellen, dass sie ihre Bedarfsprognosen so früh wie möglich an ihre Lieferanten weitergeben, damit diese genau wissen, welche Artikel zur Deckung während des CNJ-Zeitraums benötigt werden und zu welchem Datum diese das Werk verlassen sollen. Es sollten alle Probleme besprochen und anschließend gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.
Rückstände im Versand berücksichtigen
Angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Zusammenhang mit den Versandaufträgen könnte es ratsam sein, die Bestellungen etwas weiter als üblich vorzuziehen, um etwaige logistische Probleme zu entschärfen.
Aufstockung des Sicherheitsbestandes zur Abdeckung aller Eventualitäten
Das CNJ ist eine Zeit, in der Unternehmen vielleicht beschließen sollten, ihre Sicherheitsbestände zu erhöhen, um Engpässe in der ersten Hälfte des Jahres 2022 zu vermeiden. Vor allem, wenn sie sich der Genauigkeit ihrer Prognosen nicht sicher sind oder wenn die Nachfrage nach einigen ihrer Lagerartikel sehr schwankend ist. Wenn Prognosen und die Planung der Nachbestellungen manuell durchgeführt werden, kann das sehr schnell ziemlich kompliziert werden. Und dann ist da noch der menschliche Faktor, bei dem die Angst vor fehlenden Bestellungen zu Überbestellungen führen kann, oder die Verwaltung von zu vielen Artikelpositionen gleichzeitig kann zu Flüchtigkeitsfehlern führen.
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