Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) rechnet mit massiven Problemen der weltweiten Warenströme wegen der Betriebseinschränkungen im Handelshafen Yantian.
In den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Coronaausbrüchen in der südchinesischen Provinz Guangdong und damit auch in wichtigen chinesischen Handelshäfen. Seit dem 21. Mai hatten lokale Behörden deshalb Betriebsschließungen und Quarantäne-Maßnahmen u. a. im Hafen Yantian angeordnet: Über einen Monat waren ein Teil der Anlegeplätze sowie Containerkräne gesperrt, nur knapp 40 Prozent der üblichen Containermenge konnten zwischenzeitlich verschifft werden, informiert der BME.
Dennoch seien Auswirkungen der temporären Schließungen langwierig und sogar gravierender, als die der Suez-Havarie, wie der Verband aktuell in einer Umfrage unter 166 Unternehmen, von denen 104 in China und 62 in Deutschland tätig sind, ermittelte. Die Containerreederei Maersk hatte deshalb Anfang Juni bereits vor Verzögerungen und Auswirkungen auf den Welthandel gewarnt.
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