In ihrem aktuellen Jahresbericht für das Jahr 2020 gibt die Bundesnetzagentur einen Überblick zur Entwicklung des Post- und KEP-Marktes sowie zu Verbraucherbeschwerden.
Das während der Coronakrise stark wachsende E-Commerce-Geschäft verstärkte im vergangenen Jahr das Wachstum der Kurier-, Express- und Paketdienstleister: Während Unternehmen 2019 insgesamt etwa 3,1 Milliarden Sendungen beförderten, soll die Paketmenge Prognosen der von der Behörde befragten Anbieter zufolge im letzten Jahr um ca. 17 Prozent auf 3,6 Mrd. Pakete angewachsen sein, teilt die Behörde mit.
Die Zunahme von Paketsendungen hatte offenbar auch Einfluss auf die Anzahl der Verbraucherbeschwerden. Zwar blieb die Beschwerdeanzahl für den Post- und Paketsektor insgesamt konstant – bis Ende Dezember 2020 seien 18.867 Beschwerden beim Verbraucherservice Post eingegangen, 2019 waren es 18.209 Beschwerden – doch erstmals betraf die Mehrzahl der Probleme die Paketzustellung. Per Online-Formular können seit gut einem Jahr Gründe für Beschwerden noch präziser ausgewertet werden, hier seien auch Mehrfachnennungen möglich. Daher ist der Anstieg der Beschwerdegründe auch sehr hoch, 2019 waren es noch 20.738 Gründe, 2020 wurden 32.339 Gründe registriert.
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