Der Suezkanal ist eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Asien und Europa – die kurzzeitige Sperrung wirkt sich womöglich noch mehrere Monate lang auf Lieferketten aus.
Nach der rund einwöchigen Blockade des Suezkanal durch den Containerfrachter „Ever Given“ konnte das Schiff freigelegt werden, nach und nach löst sich nun auch der Stau von etwa 400 Schiffen, die den Kanal in dieser Zeit nicht passieren konnten, wieder auf. Rund um die Uhr würden nun Schiffskonvois durch den Kanal gelotst, um den Rückstau abzuarbeiten, meldet der Logistik-Service GAC zur aktuellen Lage.
Der 400 Meter lange Frachter war im Kanal auf Grund gelaufen und hatte sich schließlich in eine komplette Querlage manövriert, sodass Bug und Heck jeweils an die Kanalseiten stießen. Zahlreiche Schlepper und kleine Bagger hatten es schließlich geschafft, diesen wieder freizulegen.
Dass dies gelang, sei insbesondere für globale Lieferketten eine erfreuliche Nachricht, so Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI): „Ohne die zeitige Freilegung wären die Probleme im Seeverkehr zwischen Europa und Asien mit jedem weiteren Tag exponentiell gewachsen“, heißt es in einer Verbandsmeldung.
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