Typische Abläufe in der Mode-Logistik sind gestört
Die Produktions- und Lieferverzögerungen führen zusammen mit der Warenflut und dem geringen Abverkauf zu allgemein verzögerten Prozessen in der Logistikkette: Eine Analyse des IT-Anbieter Setlogs von 100 Modemarken hierzu hat ergeben, dass sich die Zeitspanne, in der die Ware vom Bestimmungshafen zum Empfänger transportiert wird, aktuell verlängert hat. Der Nachlauf innerhalb Deutschlands betrage derzeit zwölf Tage, im Vorjahr waren es noch sechs.
Auch das gängige Branchenkonzept Fast-Fashion – Kollektionen binnen weniger Wochen zu wechseln, um so durch neue Trends mehr Umsatz zu generieren – wird vielen Anbietern nun zum Verhängnis. So sei es laut Setlog-Vorstand Ralf Düster gerade deshalb „fraglich, ob Waren überhaupt noch in die Geschäfte gebracht werden.“ In Asien verspätet produzierte und nun gelieferte Produkte müssten zum Teil bis zum nächsten Jahr eingelagert werden. „Schlimmstenfalls werden Anbieter auch unverkäufliche Ware vernichten“, so logistik-heute.de zur Studie.
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