1. Die positive Absicht des Menschen
2. Anwesend ist nicht gleich leistungsbereit
3. Studien belegen Zusammenhang zwischen Führungsverhalten und Anwesenheit und Gesundheit
4. "Gesund Führen" bedeutet nicht Mehrarbeit. Aber man muss Menschen mögen – auch sich selbst.
5. Respekt geben – Respekt erhalten
6. Menschen brauchen Anerkennung
8. Achtsamkeit für die Belange der Mitarbeiter – und für eigene
In unserem vierten und letzten Teil der Themenreihe zu den Krankenständen in der Logistik geht es diesmal um die psychische Belastung der Mitarbeiter und den unterschätzen Einfluss der Führungskräfte auf die Mitarbeitergesundheit. Wir versuchen, in diesem Beitrag Ansätze für einen gesunden Führungsstil aufzuzeigen.
Ein gesunder Führungsstil, was bedeutet das eigentlich? Und welche Bedeutung hat er in Auswirkung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Mitarbeiter? Was sollte bei einer guten Führung der Mitarbeiter eigentlich berücksichtigt werden?
Vielleicht nehmen Sie sich einmal einen Augenblick Zeit und lassen die letzten Stunden oder Tage Revue passieren.
- Wann haben Sie Ihrem Mitarbeiter oder Ihrer Mitarbeiterin gegenüber das letzte Mal eine Kritik ausgesprochen? Und geschah die Kritik zeitnah zum Vorfall, nachdem Sie diesem gewahr wurden?
- Wurde die Kritik in einem kurzen Vieraugengespräch ausgeübt oder vor „versammelter Mannschaft“?
- Wann wurde der/die Mitarbeiter/in das letzte Mal bewusst für seine guten Leistungen gelobt?
- Wurde das Lob in einem Vieraugengespräch ausgeübt oder auch mal vor „versammelter Mannschaft“, um eine „offene Lobkultur“ zu etablieren und gleichzeitig das Team mit einer positiven Stimmung anzustecken?
- Welches Verhalten konnten Sie in beiden Situationen beobachten?
- Ist das Verhältnis zwischen Lob und Kritik ausgewogen?
In den oben genannten Fragestellungen wird angenommen, dass der Mitarbeiter grundsätzlich ein Mitarbeiter ist, der mit all seinen natürlichen Leistungsschwankungen für einen guten Mitarbeiter gehalten wird. Denken Sie hierbei jedoch eher an Mitarbeiter, mit denen sie stets wenig zufrieden sind, ist die Frage nach den Gründen zwingend angebracht. Hierfür hat die amerikanische Führungsliteratur eine schnelle Antwort, denn solche Situationen werden dort konsequent als Führungsfehler eingestuft.
Und tatsächlich bestätigt uns ja die Praxis, dass Führungskräfte die Mitarbeiter einstellen und sie für ihre Tätigkeiten auswählen.
Dennoch: Die Welt hält neben Schwarz und Weiß auch immer Grautöne bereit, sodass es durchaus auch wichtig ist, zwischen den Zeilen lesen zu können. In diesen konkreten Fällen bedeutet es, sich mit dem „warum“ zu befassen. Wo kommt die unzureichende Leistung her, was kann ich dazu beitragen, um diese Situation zu verbessern und was muss der Mitarbeiter dazu beitragen etc.
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