Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Coronavirus: Chinas Logistik liegt still

Veröffentlicht: 19.02.2020
imgAktualisierung: 19.02.2020
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.02.2020
img 19.02.2020
ca. 2 Min.
Container im Hafen Shanghai
Patrick Foto / Shutterstock.com
Chinas Häfen liegen still, die Logistik ist in dem Land zum Erliegen gekommen. Das hat nun weitere Konsequenzen.


Im vom Coronavirus gebeutelten China stehen die Lkw still, Waren stranden in den Umschlagplätzen des Landes. Das bringt ernsthafte Konsequenzen mit sich.

Die Waren kommen zwar noch auf den Umschlagplätzen an Chinas Häfen an, doch dort ist dann Endstation. Wegen des Coronavirus ist die Logistik in dem Land zum Erliegen gekommen, laut ntv sogar „größtenteils zusammengebrochen“. Die Kapazitäten vieler Häfen seien ausgereizt – nichts geht mehr.

In den großen Frachthäfen türmen sich mittlerweile unter anderem auch Tausende Container mit gefrorenem Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch. Hier drohen nun weitere Konsequenzen: Da die Lkw-Fahrer wegen der Epidemie ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen dürfen und Stromanschlüsse fehlen, um die zahlreichen Container zu kühlen, wird das Fleisch wohl in den Frachtcontainern auftauen und gammeln. Ein Facebook-Post von FreightHub zeigt eindrücklich die stillstehenden Lkw:

 

220 Millionen Wanderarbeiter fehlen

Doch selbst wenn es mit den Lkw weitergehen würde: Die weiterverarbeitenden Fabriken stehen ebenfalls still – annähernd zwei Drittel der Wirtschaft in China liegen wegen des Coronavirus lahm, heißt es bei ntv. „Wie der chinesische Verkehrsminister Liu Xiaming am Samstag mitteilte, fehlten immer noch mehr als 220 Millionen Wanderarbeiter, die nicht an ihre Arbeitsstätte zurückgekehrt seien“, berichtet das Magazin. Sie werden erst frühestens Ende Februar zurückerwartet.

Damit wäre das Problem allerdings nicht sofort gelöst. Die Aufarbeitung des entstandenen Rückstaus dürfte noch länger anhalten. Und das Problem verschlimmert sich: Noch immer werden Waren nach China geschickt. Frachthäfen wie Tianjin, Shanghai und Ningbo würden deshalb versuchen, ankommende Frachter zu größeren Umschlagplätzen wie Hongkong umzuleiten.

China ist auf Fleischimporte angewiesen

In China wird durch die Probleme nun auch das Schweinefleisch knapp. Denn in dem Land ist neben dem Coronavirus auch die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Das Land ist deshalb enorm auf Fleischimporte angewiesen, da Hunderttausende Tiere aus heimischer Zucht getötet werden mussten. Um Engpässe zu vermeiden, entschieden sich die Behörden, die Importe um fast 50 Prozent auf über sechs Millionen Tonnen anzuheben. Von dieser Entscheidung profitieren vor allem Exporteure in der EU.

Veröffentlicht: 19.02.2020
img Letzte Aktualisierung: 19.02.2020
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
1 Kommentare
Kommentar schreiben

Teutsch Marius
22.02.2020

Antworten

Ja aber warum Container lamm? Corona Virus Übertragung ist ja nur von Mensch zu Mensch oder? Wenn mann in container rein geht, oder abladen tut, kann man sich nicht infizieren oder?