In der Stadt Lich befinden sich seit Monaten Gegner und Befürworter eines geplanten Logistikzentrum im heftigen Streit. Jetzt hat der Bürgermeister sogar einen Drohbrief erhalten.
Das umstrittene Logistikzentrum in Lich (Gießen) sorgt seit Monaten für heftige Proteste in der mittelhessischen Stadt. Auf dem Areal Langsdorfer Höhe wollte sich ein Online-Händler ansiedeln, der geplante Bau findet unter den Anwohnern allerdings viele Kritiker. Während sich die Stadt durch das neue Logistikzentrum vor allem zusätzliche Arbeitsplätze und Einnahmen erhofft, sehen die Bewohner vorrangig die zunehmende Belastung für Verkehr und Umwelt. Die Gegner haben sich in dem Verein „Bürger für ein lebenswertes Lich“ zusammengeschlossen und Anfang November eine Protestaktion durchgeführt.
Zugespitzt hat sich das Ganze außerdem dadurch, dass der Licher Bürgermeister Bernd Klein – ein Befürworter des Logistikzentrums – kürzlich sogar einen Drohbrief bekommen hat. „Es hieß, ich könne das Logistikzentrum noch verhindern - und wenn ich das nicht machen würde, dann würde die Bombe hochgehen, 'und zwar sehr hoch'“, so der Bürgermeister in einem Interview mit der Hessenschau.
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