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Studie: Schwächen in der Logistik bremsen den Online-Handel aus

Veröffentlicht: 04.09.2019
imgAktualisierung: 04.09.2019
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
04.09.2019
img 04.09.2019
ca. 2 Min.
Schnecke mit Paketen
Antonina Bizgaimer/shutterstock.com
Der Online-Handel könnte ein deutlich stärkeres Wachstum verzeichnen, würden die logistischen Hürden dieses nicht ausbremsen.


Die Umsätze im Online-Handel nehmen stetig zu. Allerdings könnte das Wachstum deutlich schneller vorangehen, würden die logistischen Hürden dieses nicht ausbremsen.

Die Erlöse aus dem Online-Handel betragen jetzt schon mehr als zehn Prozent des Gesamtumsatzes der Einzelhandelsbranche. Dass die Umsätze in den kommenden Jahren weiter steigen, davon ist auszugehen. Trotz des kontinuierlichen Wachstums gibt es einen Faktor, der die Entwicklung ausbremst: die Logistik. Dies geht aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

„Die Logistik ist der Flaschenhals des Online-Handels“, so die Erklärung von IW-Studienautorin Barbara Engels. Der Handel im Netz werde „bereits jetzt dadurch gebremst, dass Produkte nicht so schnell und präzise ankommen, wie von den Endkunden der Händler erwartet“, heißt es laut RP Online in der Studie.

Lieferbedingungen wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung

Neben dem Preis, dem Sortiment und dem Bezahlverfahren ist eine pünktliche und vor allem schnelle Zustellung entscheidend für die Kaufentscheidung. Etwa 41 Prozent sehen diesen Faktor als wichtigsten an, wie es in der Studie weiter heißt. Der Mangel an Zustellern, fehlenden Packstationen und lange Lieferzeiten durch erhöhtes Stauaufkommen besonders in den Innenstädten werden allerdings immer mehr zum Störfaktor für Online-Shopper. „In den sechs deutschen Stau-Hauptstädten [Hamburg, Berlin, Nürnberg, Bremen, Stuttgart und München, Anm. d. Red.] mussten Autofahrer im Jahr 2018 bei jeder Fahrt im Schnitt mindestens 30 Prozent mehr Zeit im Vergleich zu den günstigsten Geschwindigkeiten einplanen. Dies betrifft auch die Lieferfahrzeuge, die dadurch längere Lieferzeiten veranschlagen müssen“, so Engels weiter.

Branchengrößen wie Amazon und Zalando nehmen bereits jetzt die Lieferung ihrer Produkte zu großen Teilen selbst in die Hand, um den Kundenbedürfnissen nach einer schnellen Zustellung unter den aktuellen, schwierigen Bedingungen gerecht zu werden.

Veröffentlicht: 04.09.2019
img Letzte Aktualisierung: 04.09.2019
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Corinna Flemming

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