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Drohender Austritt der USA: Weltpostverein kündigt Änderungen an

Veröffentlicht: 15.04.2019
imgAktualisierung: 15.04.2019
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.04.2019
img 15.04.2019
ca. 2 Min.
Flagge Weltpostverein
memodji/shutterstock.com
Auf die Drohung des Austritts der USA hat der Weltpostverein nun reagiert und entsprechende Änderungen angekündigt.


Um den Austritt der USA aus dem Weltpostverein zu verhindern, wurden nun mögliche Änderungen präsentiert. Diese stehen im September zur Abstimmung.

Der Weltpostverein der Vereinten Nationen beugt sich dem Druck der USA und hat jetzt mögliche Anpassungen der Branchenregularien vorgestellt. Konkret geht es dabei um eine Drohung Amerikas aus dem vergangenen Jahr. Das Land will 2020 aus dem Weltpostverein, ein 144 Jahre altes internationales Postabkommen der Vereinten Nationen, austreten (wir berichteten). Grund dafür ist die Benachteiligung gegenüber China. Mit den jetzt in Bern angekündigten Änderungen wird versucht, die USA zum Bleiben zu bewegen. 

Mitgliedsstaaten sollen Postgebühren festlegen

Bei der Abstimmung im September soll unter anderem darüber entschieden werden, ob die Mitgliedsstaaten künftig selbst über die Postgebühren entscheiden sowie bereits genehmigte Gebührenerhöhungen schneller umsetzen können. Zusätzlich ist eine neue Richtlinie im Gespräch, „nach der die Gebühren, die ebenfalls auf selbsterklärenden Postgebühren basieren, angeglichen werden, die aber auch übermäßige Preisauswirkungen abfedern soll“, wie die DVZ dazu schreibt.

Es ist unklar, welche Auswirkungen diese Anpassungen auf das aktuelle Express- und Luftfrachtgeschäft haben werden.

Entwicklungsland China

Streitpunkt war in der Vergangenheit vor allem die Behandlung Chinas, welches vom Weltpostverein nach wie vor als ein Entwicklungsland mit wirtschaftlich schwächeren Voraussetzungen eingestuft wird. Auf Grund dessen muss das Empfängerland einen Teil der Versandkosten übernehmen. Da diese Regelung bereits mehr als 100 Jahre alt ist und China schon längst nicht mehr als Entwicklungsland angesehen werden kann, drohte die USA mit dem Rückzug.

Besonders der reduzierte Gewinn der US-Post und der damit einhergehende Vorteil für ausländische Postdienste wurde immer wieder kritisiert. „Die Menschen in diesem Land leiden unter einem unfairen System“, hieß es laut Reuters aus US-Kreisen. „Es ist billiger, kleine Päckchen von New York nach Peking zu schicken als von San Francisco nach New York.“

Veröffentlicht: 15.04.2019
img Letzte Aktualisierung: 15.04.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Horst
23.04.2019

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Was gibt es denn da noch zu überlegen ? China ist kein Entwicklungslan d mehr,- die sollen ihr Porto gefälligst selbst bezahlen wenn die uns ihren Schrott verkaufen wollen .