Paketdienste erwarten dauerhaften Zuschlag für Haustürzustellung

Veröffentlicht: 06.03.2019
imgAktualisierung: 06.03.2019
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.03.2019
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Paketzusteller vor Haus
Monkey Business Images/Shutterstock.com
Kunden könnten für die Haustürzustellung schon bald tiefer in die Tasche greifen. Die hiesigen Paketdienste stehen einem Preiszuschlag offen gegenüber.


Die Haustürzustellung könnte auf lange Sicht deutlich teurer werden. DPD und Hermes rechnen mit einem dauerhaften Preisaufschlag auf der letzten Meile.

Die letzte Meile stellt die hiesigen Paketdienste vor immer größere Herausforderungen. Die kosten- und zeitintensive Haustürzustellung könnte für die deutschen Konsumenten bald deutlich teurer werden. Sowohl Hermes als auch die DPD rechnen mit einem dauerhaften Preiszuschlag für die Zustellung direkt an die Haustür der Kunden. „Wir erwarten, dass sich die Haustürzustellung branchenweit zu einem höherpreisigen Premiumservice entwickelt“, wird ein Sprecher von DPD bei der Verkehrsrundschau zitiert.

Auch bei Hermes könnte ein solcher Zuschlag in Zukunft auf der Agenda stehen. „Wir müssen uns [...] überlegen, inwieweit eine Haustürzustellung als Standardleistung langfristig tragbar ist“, so eine Sprecherin des Logistikkonzerns. In dem Zusammenhang verwies sie auf Länder wie Schweden, in denen die Zustellung zu den Kunden nach Haue bereits jetzt mit einem Preiszuschlag versehen ist. Konkrete Pläne dazu haben beide Unternehmen allerdings noch nicht. Hermes hatte lediglich im stressigen Weihnachtsgeschäft 2018 einen Peak-Zuschlag von seinen Händlern verlangt. Der Preisaufschlag wurde allerdings nur bis zum 31. Dezember 2018 erhoben.

GLS: Haustürzuschlag schon Weihnachten 2018

Das Konkurrenzunternehmen GLS hat beim Preisaufschlag für die Haustürzustellung bereits ernst gemacht und diesen schon bei einigen Firmenkunden im Weihnachtsgeschäft eingeführt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres gab GLS seine Pläne dahingehend bekannt und bezeichnete den Service als „Premiumdienstleistung“.

Marktführer DHL wiederum distanziert sich aktuell noch von derartigen Zusatzkosten für die Haustürzustellung. Das Unternehmen hatte erst gestern bekannt gegeben, in den kommenden Monaten rund 150 Millionen Euro in die Qualitätsverbesserung seiner Post- und Paketsparte stecken zu wollen. Dafür will man in diesem Jahr noch 5.000 neue Mitarbeiter für die letzte Meile einstellen.

Veröffentlicht: 06.03.2019
img Letzte Aktualisierung: 06.03.2019
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Redaktion

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2 Kommentare
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Tweety
08.03.2019

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Paketdienste sind dazu da, die Sendungen zum Kunden zu bringen und nicht, daß der Kunde seine Ware selbst irgendwo abholen muß! Dann kann man als Kunde, wie schon vom Vorpost angemerkt, auch wieder im Einzelhandel einkaufen. Sinn der ganzen Aktion der Logistikunterne hmen ist doch, die Zusteller wegzurationalis ieren, um noch mehr Gewinn in die eigene Tasche zu stecken.
Pitti
07.03.2019

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die sollen mal aufpassen, dass sie sich nicht ins eigene Fleisch schneiden. Wenn man dann noch ewig weit fahren muss, um seine Pakete abholen zu müssen, wird wohl der stationäre Handel wieder etwas mehr aufblühen. Die meisten Orte haben weder DPD noch GLS, oder UPS... und andere Anlaufstationen.
Also ich würde nicht so weit fahren, um meine Sendungen abzuholen. Den Zuschlag will ich aber auch nicht zahlen.
Da wird man wohl in Zukunft genau hinschauen müssen, welche Versandart der Verkäufer nutzt!