Logistik-Newsflash: Amazon-Flugzeug stürzt ab | 15-Millionen-Euro-Förderung für Flugtaxis und Drohnen | Politik setzt sich gegen Ausbeutung von Paketboten ein | Sonderregelung für Lkw bei No-Deal-Brexit | Kühne + Nagel umsatzstark im Landverkehr

Veröffentlicht: 01.03.2019
imgAktualisierung: 01.03.2019
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 3 Min.
01.03.2019
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Drohnen tragen Pakete
Alexander Kondratenko/Shutterstock.com
Ein Amazon-Prime-Luftfrachter ist in den USA abgestürzt, das Bundesverkehrsministerium startete ein Förderprogramm für Lufttaxis und Drohnen, Niedersachsen setzt sich gegen die Ausbeutung von Paketboten ein, für ein No-Deal-Szenario beim Brexit soll es für Lkw bis 2019 Sonderregelungen geben, Kühne + Nagel machen großes Umsatzplus im Landverkehr.

Amazon-Flugzeugabsturz in den USA

Tragische Nachrichten von Amazon: Im Bundesstaat Texas (USA) ereignete sich vergangenen Samstag ein Flugzeugunglück, berichtet der Amazon Watchblog. Eine Amazon-Prime-Air-Maschine stürzte nur wenige Minuten vor ihrer Ankunft im Zielflughafen in Houston ins Meer. Bislang wurden zwei Leichen der Piloten geborgen, die Suche nach dem dritten Besatzungsmitglied sowie nach der Blackbox dauert noch an. Die Frachtmaschine, eine Boeing 767, wurde vollständig zerstört. Die Ursache für den Absturz war zuletzt noch unklar.

BMVI fördert Flugtaxis und Drohnen mit 15 Millionen Euro

Das Bundesverkehrsministerium hat ein Förderprogramm gestartet, mit dem Lufttaxis sowie Drohnen weiterentwickelt und getestet werden sollen. Der Fördertopf soll 15 Millionen Euro umfassen, schreibt Heise. „Wir stehen am Beginn der Entwicklung einer neuen Dimension von Luftverkehr“ heißt es demnach im Förderaufruf des BMVI. Nach Auffassung von Verkehrsminister Andreas Scheuer könnten Drohnen nicht nur in Logistik und Medizintransporten Einsatz finden, sondern auch Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz und Bergwacht unterstützen sowie den Verkehr regeln. Lufttaxis fänden zudem „beim Transport von Personen einen festen Platz im Mobilitätsmix von morgen“.

Niedersachsen startet Initiative gegen Ausbeutung von Paketboten

Niedersachsens Regierung sieht „massive Verstöße“ bei Paketdienstleistern und Zustellern, informiert der Spiegel. Jüngste Kontrollen im Land hätten ergeben, dass lediglich 4,50 bis 6,00 Euro pro Stunde gezahlt würden, was deutlich gegen den gesetzlichen Mindestlohn verstoße, auch die ordnungsgemäße Abführung von Sozialbeiträgen sei nicht immer gewährleistet, heißt es im Entwurf zum Start einer Initiative im Bundesrat zum Thema. Ursache für die Probleme sei der hohe Preisdruck bei Auftragsvergabe durch Versandhandelsunternehmen an Zustellfirmen und die Auslagerung der Zustellung an Subunternehmer, heißt es. Für Arbeitsbedingungen bei letzteren aber soll auch der Versandhandel Verantwortung übernehmen.

Aktuell engagiert sich die SPD vermehrt gegen mutmaßliche Missstände in der Paketbranche, und fordert auch eine Nachunternehmerhaftung für Paketdienste.

Mögliche Sonderregelungen für Lkw bei No-Deal-Brexit

Sollte es einen ungeregelten Brexit geben, dürfen Lastwagen und auch Busse Waren bzw. Personen zwischen Großbritannien und der EU weiterhin transportieren. Diese Sonderregelungen sollen bis Ende des Jahres 2019 gelten. Darauf haben sich nach Angaben der Verkehrsrundschau am Dienstag EU-Parlament und Rat geeinigt. „Die Verordnung soll die schwerwiegendsten Störungen für Bürger und Unternehmen vermeiden“, heißt es. Voraussetzung ist, dass das Vereinigte Königreich in der EU-ansässigen Transportunternehmen gleichwertige Rechte einräumt.

Kühne + Nagel macht vor allem mit Landverkehr starken Umsatz

Kühne + Nagel verzeichnet ein starkes Umsatzwachstum im Jahr 2018. Besonders umsatzstark war dieses Jahr der Landverkehr, berichtet eurotransport.de. Der Logistikdienstleister hatte in diesem Segment 3,5 Milliarden Euro Umsatz, ein Fünftel mehr Umsätze als noch 2017. Der europäische Markt bleibe in Bezug auf den Landverkehr „schwierig“, so Vorstandschef Detlef Frefzgedar, da es hier an Subunternehmern und Fahrern mangele. Insgesamt machte das Unternehmen Umsätze von 24,8 Milliarden Euro. Der eigene Anspruch für 2019 sei, „doppelt so stark wie der Markt zu wachsen“.

Veröffentlicht: 01.03.2019
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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