BGL warnt vor zusätzliche Milliardenbelastung für Wirtschaft und Verbraucher
Während sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dank Ausweitung der Lkw-Maut für alle Lkw ab 7,5 Tonnen auf rund 52.000 Kilometer Bundesfernstraßen über jährlich bis zu 2,5 Milliarden Euro Mehreinnahmen freuen kann, warnt der Bundesverband Güterverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. erneut vor der zusätzlichen Milliardenbelastung für die Wirtschaft und Verbraucher.
Wie in der Stellungnahme zu lesen, kann die Kostensteigerung keinesfalls allein von den Transportunternehmen und Speditionen „mal eben so aus der Portokasse“ bezahlt werden. Die Mehrkosten müssen an die Auftraggeber weitergegeben werden, da sonst „das wirtschaftliche Überleben der Logistikdienstleister gefährdet“ ist, so der BGL. Das Resultat sind in erster Linie Gespräche mit den Kunden und sehr wahrscheinlich Preiserhöhungen. Nach Einschätzung des BGL müssen sich demnach auch Endverbraucher 2018 darauf einstellen, dass ihnen die Bundesstraßenmaut irgendwann ganz oder in Teilen zum Beispiel an der Supermarktkasse in Form von Preiserhöhungen begegnen werden.
Dabei dürfte das nicht die letzte Erhöhung sein, denn für den 01. Januar 2019 wurde bereits eine „Anpassung der Mautsätze“ angekündigt. Dann sollen unter anderem die Mautsätze für schwere Lkw der saubersten Emissionsklasse Euro VI um weitere circa 40 bis 60 Prozent steigen.
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