Die von staatlicher Seite angebotene Förderung beim Kauf von Elektrolieferwagen wird von den hiesigen Logistikern noch kaum in Anspruch genommen. Die Bundesumweltministerin setzt sich deshalb nun für eine deutliche Anhebung der Prämie ein.
Unternehmen, die ihren Fuhrpark um den einen oder anderen Elektrolieferwagen erweitern wollen, erhalten seit Juli 2016 eine staatliche Förderung. Allerdings stößt die Kaufprämie bislang kaum auf großes Interesse, wie aktuelle Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zeigen. „Für diese Förderung stehen insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung“, wird Bafa-Präsident Andreas Obersteller auf heise.de mit Verweis auf Die Welt zitiert. Im Januar waren davon bislang allerdings nur „65 Millionen Euro gebunden“. Obersteller mutmaßt, „dass die Mittel nicht bis zum Ende der Förderung Mitte 2019 ausgeschöpft sind.“ Um den hiesigen Firmen die Anschaffung eines Elektroautos noch etwas schmackhafter zu machen, arbeitet Bundesumweltministerin Svenja Schulze jetzt an einem neuen Plan: Sie will den Zuschuss deutlich anheben und statt aktuell mit 4000 Euro, künftig mit 7000 Euro fördern.
„7000 Euro wäre eine Größenordnung, ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohnt“, begründet die Umweltministerin ihren Vorschlag in einem Interview in der Rheinischen Post. Die Anhebung der Prämie soll dazu beitragen, die Luftqualität in den deutschen Städten zu verbessern. Für dieses Ziel sucht Schulze aktuell nach passenden Modellen.
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