Erhöhung um rund 120 Prozent
Dass das Thema schon länger diskutiert wird, zeigt auch die von Ecommerce Europe veröffentlichte Meldung, in der darauf aufmerksam gemacht wird, dass man schon vor einigen Jahren auf diese Marktverzerrung hingewiesen habe. Als 2016 der Weltpostverband in Istanbul tagte, war Ecommerce Europe maßgeblich daran beteiligt, den Status Quo für Sendungen bis zu 2 kg zu verändern und entsprechend der neuen Entwicklungen anzupassen. Für die Neuregelungen der Einteilung in Brief oder Paket wird vom Weltpostverband nun das sogenannte „Leichtgewichtsystem“ angewendet. Die Kosten werden nun basierend auf dem Inhalt der Sendung festgelegt. Entsprechend werden auch leichte Sendungen mit Waren künftig anders behandelt als Briefsendungen. Im Vergleich zu grenzüberschreitender Briefposten wird die Vergütung pro Posten an Drittpostgebiete ab dem 1. Januar 2018 um rund 120 Prozent erhöht. Die Gebühr für die Eintragung von Briefpostpositionen ohne vorgegebenen Inhalt wird um rund 80 Prozent erhöht. Reine Briefsendungen werden um drei Prozent pro Jahr steigen.
Die gestiegenen Versandpreise werden zu einer Kostensteigerung bei den chinesischen Händlern führen, die diese sehr wahrscheinlich direkt an die Kunden weitergeben werden. Wird dennoch versucht ab 2018 ein Paket als Brief zu versenden, können sich die KEP-Dienstleister dagegen wehren. Die Postgesellschaften müssen die Sendung nicht mehr zustellen. Aber 2018 können sie ein Nachporto verlangen. Trifft das Geld auch nach einer Sechs-Wochen-Frist nicht ein, dürfen sie die Sendung sogar vernichten.
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Die Post muss eigentlich gar keine Briefe zustellen, da sie für diese nicht haften muss.
Geht ein Brief "verloren", ist er halt weg. Die Dummen sind die Absender, bzw. Empfänger.
Nicht einmal das Port für einen nicht zugestellten Brief wird zurückgezahlt.
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