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Kunden erwarten nachhaltige und passgenaue Verpackungen

Veröffentlicht: 02.06.2026
imgAktualisierung: 02.06.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
02.06.2026
img 02.06.2026
ca. 2 Min.
Offener Karton im Büro mit vielen Kartons
DragosCondreaW / Depositphotos.com
Eine schlecht gewählte Verpackung kann den nächsten Kauf verhindern. Eine Studie zeigt: Die Kundschaft WILL gute Verpackungen.


Der „eCommerce Trend Report 2026“ von Verpackungshersteller Mondi zeigt, wie stark sich das Online-Shopping gerade verändert – und wo für Händler:innen konkreter Handlungsbedarf besteht. Grundlage der Studie sind Befragungen von 6.000 Konsument:innen aus Europa und der Türkei sowie Experteninterviews.

KI auf dem Vormarsch – aber kein Ersatz für das physische Erlebnis

Rund 60 Prozent der Befragten nutzen bereits KI-Tools beim Online-Shopping. Mehr als die Hälfte kann sich laut Studie vorstellen, Kaufentscheidungen ganz an KI-Systeme zu delegieren. Dieser Wandel verändert, wie Produkte gefunden und verglichen werden.

Trotzdem – oder gerade deshalb – gewinnt das physische Liefererlebnis an Bedeutung. 67 Prozent der Befragten geben an, dass die Verpackung ihre Entscheidung für einen erneuten Kauf beeinflusst. Das Auspacken der Ware bleibt ein entscheidender Moment im Kundenerlebnis. „KI verändert grundlegend, wie Konsumentinnen und Konsumenten Produkte entdecken und kaufen. Dennoch bleibt das physische Erlebnis wichtiger denn je“, erklärt Armand Schoonbrood, COO Mondi Group eCommerce. Verpackungen im Online-Handel seien „ein strategischer Treiber für Kundenerlebnis, operative Effizienz und Nachhaltigkeitsleistung sind.“

Was Kund:innen von Verpackungen erwarten

Die Ergebnisse sind eindeutig: Produktschutz steht für 98 Prozent der Befragten an erster Stelle. 86 Prozent erwarten nachhaltige Verpackungen. Besonders folgenreich ist die Verpackungsgröße: 72 Prozent geben an, bei überdimensionierten Verpackungen nicht erneut beim selben Händler zu bestellen. Für Online-Händler:innen ist das ein direkter wirtschaftlicher Faktor.

Vier von zehn Befragten nehmen bereits Verbesserungen wahr – etwa durch passgenaue Verpackungen, Recyclingmaterialien oder insgesamt weniger Verpackungsmaterial. Gleichzeitig zeigt die Studie eine Lücke zwischen dem Nachhaltigkeitsanspruch der Konsumenten und ihrem tatsächlichen Recyclingverhalten. „Während KI die digitale Customer Journey beeinflusst, steigen gleichzeitig die Erwartungen an das physische Liefererlebnis. Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Rolle der Verpackung sogar weiter an Bedeutung gewonnen“, ergänzt Ian Jindal, Chief Editor und Mitgründer von RetailX.

Verpackung als Kundenbindungsinstrument

Die Studie macht deutlich, dass Verpackungsentscheidungen nicht nur Logistik- oder Einkaufsthemen sind, sondern direkte Auswirkungen auf Kundenbindung und Retourenquoten haben können. Händler:innen, die Verpackungsgröße, Materialwahl und Nachhaltigkeitskommunikation gezielt steuern, verschaffen sich Vorteile bei der Kundentreue.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 02.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 02.06.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Sandra
03.06.2026

Antworten

Das halte ich aber auch für ein Gerücht. Wenn dem tatsächlich so wäre, gäbe es Amazon/Temu & Co gar nicht mehr. Wenn man bei Amazon einen Bleistift bestellt und den im Umzugskarton bekommt (beruht auf ähnlicher Erfahrung) oder Wert auf “Produktsicherheit” legt, was die Bundesnetzagentur bei dt. Händlern schon allein durch eine fehlende deutsche Bedienungsanleitung ausschließt, was ohnehin schon lächerlich ist, dürfte niemand mehr bei einem chinesischen Händler bestellen. ABER - das tun nach wie vor alle. Wir hatten gerade so einen Fall wo wir (wiederholt) ein beliebtes amerikanisches Produkt einführen wollten und massiv Ärger bekommen haben, weil es nicht DEUTSCHEN Anforderungen entsprach (hätte man gegen Auflagen und Investition von 20.000-50.000€) irgendwie hinbekommen können) Soe Deklaration gefiel nicht, die amerikanischen Aufdrucke bissen sich mit der dt. Deklaration. Egal, soweit muss man nicht aufholen, schlußendlich haben wir das Handtuch geworfen und kapituliert. Man kann aber identisch diese Produkte in sämtlichen europäischen Ländern weiterhin kaufen, in USA direkt oder auf Amazon. Erkläre mir mal bitte mal einer den Sinn! Außer dass der dt. Händler es nicht mehr verkaufen darf!! Ach richtig! D muss vernichtet werden- ich vergaß 👍😂
cf
03.06.2026

Antworten

Meinung: Finde ich alles leider total widersprüchlich. Die hälfte der Kunden will Bestellprozesse einer Ki überlassen. Wie soll man dann wieder bei dem gleichen Shop bestellen, der eine schöne Verpackung hatte, wenn die Ki einfach nur nach dem Geiz-ist-Geil prinzip wahllos bei einem Shop bestellt? Und wenn man die Verbraucher dann fragen würde: "Würdest du bei dem Shop mit der schönen, umweltgerechten und passenden Verpackung bestellen, wenn der 20% teurer ist?" Dann wäre die Antwort bei den meisten sicher ein deutliches "nein" - warum existieren sonst die Billigplattformen noch? Meine Glaskugel deutet an, dass wer künftig noch am Markt eine Chance haben will, die Preise immer weiter senken muss, notfalls bis in die Pleite, um von den Ki´s überhaupt berücksichtigt zu werden. Und den Betrungsshops werden Tür-und-Tor geöffnet, wenn die Ki einfach drauf los bestellt. Ich würde immer selber erst den Shop durchsehen. Aber das kann ja jeder für sich selber entscheiden (noch).