Infolge geopolitischer Ereignisse baut China seine Geschäfte in Europa weiter aus. Das hat nicht nur Folgen für den Wettbewerb, sondern auch für den Immobilien- und Arbeitsmarkt. Laut einer aktuellen Bloomberg Analyse mieteten chinesische Unternehmen dabei allein in Großbritannien mehr als 200.000 Quadratmeter Lagerflächen an, wie Transport Topics berichtet. Auch Polen und Deutschland sind beliebte Standorte.
Massiver Mietanstieg in Großbritannien
In Großbritannien scheint der Boom derzeit am stärksten. Das begründet sich wahrscheinlich im alternativen regulatorischen Rahmen, den das Land nach seinem Rückzug aus der EU bietet. Anbieter wie Joybuy von JD.com oder auch TikTok Shop konnten hier deutlich eher Fuß fassen als auf dem Festland. Das bekommt auch der Immobilienmarkt zu spüren.
Allein JD.com besitzt mittlerweile mehr als 80.000 Quadratmeter Lagerfläche auf der Insel, welche sich über die Standorte Milton Keynes, Dunstable, Coventry und Preston verteilen. Glaubt man Grant Lonsdale von der Analysefirma CoStar, könnte 2025 als das Jahr mit der höchsten Anzahl an Lagerakquisitionen durch chinesische Unternehmen in die Geschichte Großbritanniens eingehen.
Lieferanstiege bis 120 Prozent
Auch innerhalb der EU entstehen immer mehr lokale Distributionszentren. Polen zeigt sich besonders beliebt bei Shein und Alibaba. Letzteres betreibt mit seinem Logistikarm Cainiao mittlerweile drei Standorte im Land. Nach einem Bericht des Portals China-CEEC wuchsen Cainiaos Lieferungen aus Polen 2024 um mehr als 120 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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