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Traffic-Verlust bei Google: Erste Klage gegen AI Overviews

Veröffentlicht: 15.09.2025
imgAktualisierung: 15.09.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.09.2025
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ca. 2 Min.
Google-Suche auf einem Smartphone
dimarik / Depositphotos.com
Google wird vorgeworfen, Web-Inhalte ohne Zustimmung in KI-Übersichten zu nutzen. Nun gibt es die erste Klage gegen den Konzern.


Der US-Verlag Penske Media, Herausgeber der Magazine Rolling Stone, Billboard und Variety, hat eine Klage gegen Google eingereicht. Grund ist die Nutzung von Artikeln in sogenannten AI Overviews, die laut Penske ohne Zustimmung erfolgt sei. Die Praxis verringere den Datenverkehr auf Verlagsseiten und schade sowohl Werbe- als auch Abo-Einnahmen.

Damit zieht zum ersten Mal ein großes Verlagshaus gegen Google wegen der AI Overviews vor Gericht. Die Kritik muss sich Google seit Monaten gefallen lassen. Nicht nur Verlage, auch andere Webseitenbetreiber halten nicht viel von den KI-Übersichten. Berichte über massive Traffic-Einbrüche seit deren Einführung häufen sich und auch die Frage, welche Inhalte warum in den Übersichten landen, treibt die Branche um.

Marktmacht und Lizenzfragen

Penske kritisiert, Google würde seine Marktmacht ausnutzen und Inhalte nur dann in die Suche einbinden, wenn sie auch für KI-Übersichten verwendet werden dürften. Ein normales Google-Listing ohne die automatische Zustimmung, Inhalte auch in KI-Übersichten zu verwenden, lässt Google bislang nicht zu.

Laut Klageschrift müsste Google für die Nutzung bezahlen, wenn diese Regelung entfiele. „Wir haben die Verantwortung, proaktiv für die Zukunft der digitalen Medien zu kämpfen und ihre Integrität zu wahren – all das wird durch Googles derzeitige Maßnahmen bedroht“, wird Penske in der Zeit zitiert.

Google verweist auf Nutzererfahrung

Google weist die Vorwürfe zurück und betont, die KI-Übersichten würden eine bessere Nutzererfahrung bieten und den Verkehr auf mehr Websites verteilen. Diese Argumentation fährt Google seit einer Weile, stellt Kritiker damit aber kaum zufrieden. Unterstützung erhält Penske vom Branchenverband News/Media Alliance, dessen Chefin Danielle Coffey Google ebenfalls für die Ausnutzung seiner Marktposition kritisiert.

Veröffentlicht: 15.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 15.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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H.B.
16.09.2025

Antworten

Wundert mich, dass das so lange gedauert, Google nutzt Inhalte anderer Seiten 1 : 1 für sein KI und das steht immer an erster Stelle. Das Internet wird dadurch an Attraktivität verlieren, warum soll sich noch jemand die Mühe machen, informative Beiträge bereitzustellen wenn Google damit den Gewinn macht
cf
16.09.2025

Antworten

Meinung: Es werden immer häufiger diese vermeintlichen Totschlagargumente genutzt um sich durchzusetzen: google stütz alles auf Nutzererfahrung verbessern, die EU stützt alles auf Verbraucherschutz verbessern - und am Ende stehen die Händler da, müssen google kostenlos ihre hochwertigen Inhalte nutzen lassen, zahlen gleichzeitig noch bei google für Anzeigen damit sie überhaupt noch gesehen werden und brauchen alle paar Monate dank der EU wieder einen Kleinkredit um ihren Shop an neue EU-Vorgaben anzupassen. Könnt ihr da mal mit aufhören? Versucht es doch al mit klar nachvollziehbaren, auf Daten basierten Nachweise für den Bedarf. Spaß ist anders....