Webseiten-Traffic: Also alles gut?
Die Wahrheit liegt wohl im Auge des Betrachters. Reid belegt die Aussagen nicht mit Daten und räumt ein, dass „Nutzertrends den Traffic verlagern, was zu einem Rückgang auf einigen Websites und einem Anstieg auf anderen“ führe. Was „einige“ in diesem Fall bedeutet, ist offen. Google erklärt nicht, wie viele Seiten verlieren und wie viele gewinnen. Dass Google die KI-Suche gegen Kritik verteidigt, ist klar. Der Drang zur Rechtfertigung aber ist durchaus unüblich für einen Konzern, an dem Kritik in der Regel abprallt.
TechCrunch gibt dabei zu bedenken, dass KI-Funktionen nicht das einzige Problem sind, dass Webseitenbetreiber:innen bzw. Google selbst haben. Das Suchverhalten der Online-Nutzer:innen hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Gerade die junge Zielgruppe nutzt soziale Medien wie TikTok und Instagram für Inspirationen, während Amazon häufig die erste Anlaufstelle für Produktsuchen ist. TechCrunch formuliert es so: „Vielleicht ist an Googles Dementi etwas Wahres dran: Es ist nicht die KI, die für den Tod der Suche verantwortlich ist. Die Suche war bereits am Sterben.“
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