Gehören WhatsApp und Instagram bald nicht mehr zu Meta?

Veröffentlicht: 15.04.2025
imgAktualisierung: 15.04.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
15.04.2025
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Meta
stLegat/ Depositphotos.com
Auf Meta kommt ein Kartellverfahren zu. Wenn die FTC gewinnt, könnte Meta gezwungen werden, sich von Instagram und WhatsApp zu trennen.


In den USA begann am Montag, dem 14. April 2025 das Verfahren der US-amerikanischen Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) gegen Meta. Die FTC wirft Meta vor, WhatsApp und Instagram gekauft zu haben, um eine widerrechtliche Monopolstellung zu erlangen. Sollte die FTC vor Gericht recht bekommen, könnte dies eine Zerschlagung des Konzerns zur Folge haben, wie die Tagesschau berichtete

2012 hatte der Konzern Instagram für etwa eine Milliarde Dollar erworben, WhatsApp folgte 2014 für rund 22 Milliarden Dollar.

Klageerhebung bereits 2020

Bereits vor über 4 Jahren, im Dezember 2020, hatte die FTC Klage gegen Meta erhoben. Die Klageerhebung fiel in die erste Amtszeit von Präsident Donald Trump und wurde auch als politisches Druckmittel eingeschätzt. So waren Trump und seine Anhänger unzufrieden damit, dass Meta gegen falsche und irreführende Informationen vorging, unter anderem gegen die Behauptung, dass Bidens Wahlsieg durch Betrug zustande kam. 

Die erste Version der Klage hatte allerdings keinen Erfolg. Unter anderem auch, weil der Monopol-Vorwurf nicht mit Zahlen untermauert werden konnte.

Auch unter der Amtszeit von Biden hielt die FTC an der Klage fest und führte aus, dass Facebook von 2016 bis 2020 bei täglich aktiven Nutzer einen Marktanteil von 80 Prozent auf dem Smartphone und 98 Prozent auf dem PC gehabt habe. 

Meta weist Vorwürfe zurück

Meta weist die Vorwürfe zurück und begründet dies vor allem durch die starke Konkurrenz von Bytedance (TikTok), Alphabet (Google und YouTube) und Microsoft (LinkedIn).

Für Meta spricht außerdem, dass die Dienste grundsätzlich kostenlos sind und so keine höheren Kosten auf Verbraucher:innen zukommen, denn höhere Preise sind häufig ein Argument für eine rechtswidrige Monopolstellung. Die FTC argumentiert stattdessen, dass die Qualität der Dienste nachgelassen hätte, da es weniger Konkurrenz gebe.

Bis eine Entscheidung gefällt wird, kann es noch mehrere Jahre dauern. Beide Parteien gehen bei einer Niederlage wahrscheinlich in Berufung. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 15.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 15.04.2025
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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K.I
16.04.2025

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Meinung: Hier stehen die Wetten sehr hoch das Trump seinen Buddy Marc Zuckerberg natürlich zur Seite steht. Der wird sich dann wiederum mit ein paar Milliarden Dollar als Spende bedanken. Alles ganz unverfroren. Wir haben bei 100 Befragten niemanden gefunden der dagegen wettet!