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Claude markiert Texte und Bilder: Neue KI-Kennzeichnung für Händler relevant

Veröffentlicht: 13.08.2026
imgAktualisierung: 13.08.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.08.2026
img 13.08.2026
ca. 2 Min.
Claude auf Smartphone
MamunSheikh / Depositphotos.com
KI-Inhalte, die mit Claude erstellt wurden, werden künftig markiert. Das ist auch für Händler relevant, die KI-Texte oder -Bilder nutzen.


Anthropic hat bekannt gegeben, Inhalte, die mit dem KI-Chatbot Claude erstellt wurden, künftig unsichtbar zu kennzeichnen. Für alle neuen Modelle ist die Funktion automatisch aktiv, ältere Claude-Modelle sollen schrittweise nachgerüstet werden. Damit reagiert Anthropic auf das EU-KI-Gesetz, das die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten vorschreibt.

Wie funktioniert die Kennzeichnung?

Die Kennzeichnung gilt laut Anthropic für alle Claude-Produkte weltweit, etwa die App und die API, und darüber hinaus für Modelle, die über Partner wie AWS, Google oder Microsoft genutzt werden. Bei KI-generierten Dateien, etwa JPG-Bildern, hinterlegt Claude dabei digital signierte Herkunftsmetadaten. Diese zeigen, ob eine Datei von Claude erstellt oder nachträglich verändert wurde.

Bei Texten ist die Sache ein wenig schwieriger. Laut Anthropic werde bei der Erstellung ein für Menschen nicht wahrnehmbares Wasserzeichen direkt im Text eingebaut. Dieses soll die Bedeutung und Lesbarkeit des Textes nicht beeinflussen und soll darüber hinaus auch beim Kopieren erhalten bleiben. Wie genau das funktionieren soll, ist aber bislang nicht ganz klar. Eine Möglichkeit könnte sein, dass der Text selbst (also z.B. die Abfolge gewisser Wörter oder Textbausteine) als Markierung dient. Wie das dann wiederum ausgelesen wird, wie es sich verändert, wenn Claude bereits sehr personalisiert genutzt wird, etwa, weil man den Bot auf seine Bedürfnisse hin trainiert hat, das muss sich erst zeigen.

Transparenzpflichten der EU: Händler müssen wohl aufpassen

Die Neuerung könnte für Online-Händler ganz praktische Konsequenzen haben. Der AI Act sieht Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte vor. Wer also Claude für Produktbilder oder -Texte benutzt, sollte prüfen, ob die Kennzeichnungspflichten eingehalten werden. Anthropic betont, dass das neue Wasserzeichen nicht automatisch von der Prüfpflicht befreit.

Zwar belege ein erkanntes Wasserzeichen nicht zwangsläufig, dass ein Text komplett von der KI erstellt wurde. Schließlich kann ein Text auch mithilfe des KI-Chatbots optimiert oder angepasst worden sein. Wer aber auf die Unterstützung der KI setzt, muss sich im Klaren darüber sein, dass künftig leichter überprüft werden kann, ob man KI genutzt hat oder nicht.

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Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 13.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
14.08.2026

Antworten

Frage: Wenn man Bilder von Plattformen wie pixabay, adobe, etc. nutzt und die Person, die das Bild hochgeladen hat, hat keine Kennzeichnung angebracht - wie kann ich nach dem Download prüfen ob ein Wasserzeichen einer KI enthalten ist? Denn es werden sicher sehr viele Ki-generierte Bilder auf diesen Plattformen angeboten, aber man bekommt es faktisch nicht heraus, wenn nicht gerade grobe Ki-Fehler im Bild sind. Sollte dann eine automatische Kennzeichnung im Bild sein, müsste ich den Text "Ki-generiert" ja selber nachträglich hinterlegen um rechtlich sauber zu sein. Auf die Punkt gefragt: Gibt es irgendwo ein Prüftool, dass unabhängig von einzelnen Ki-Anbietern eine Prüfung macht?