ChatGPT & Co. bevorzugen Marktplätze – Marken verlieren Sichtbarkeit

Veröffentlicht: 28.01.2026
imgAktualisierung: 28.01.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
28.01.2026
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ChatGPT-App-Symbol auf Smartphone
pavelyar105@gmail.com / Depositphotos.com
KI-Assistenten werden häufiger für Produktempfehlungen genutzt. Ihre Informationen beziehen sie aber eher von Händlern, nicht von Marken.


Eine aktuelle Untersuchung von Publicis Sapient verdeutlicht, wie stark Konsumgüterhersteller die Rolle von KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini für die Produktsuche unterschätzen. Lediglich 37 Prozent der Unternehmen analysieren regelmäßig, wie ihre Produkte in solchen Systemen präsentiert werden. Der Großteil überprüft die eigene Sichtbarkeit nur sporadisch oder gar nicht, wodurch wertvolle Marktchancen ungenutzt bleiben.

Produktdatenqualität mangelhaft

Ein zentrales Problem ist die mangelnde Qualität der bereitgestellten Produktdaten. Gerade einmal ein Drittel der befragten Unternehmen stuft die eigenen Daten als konsistent und maschinenlesbar ein. Dies gibt Handelsplattformen und Marktplätzen einen strategischen Vorteil, da sie die Standards für Produktinformationen in KI-Systemen setzen. Darum verlassen sich ChatGPT und Co. bei den Produktdaten vor allem auf Marktplätze und Händler, und weniger auf die Marken selbst.

Nur 15 Prozent der Konsumgüterhersteller sind überzeugt, dass ihre Markenbeschreibungen den entscheidenden ersten Eindruck bei KI-Suchen hinterlassen. Auch bei der strategischen Verantwortung zeigen sich deutliche Defizite. Nur 39 Prozent der befragten Firmen haben ein dediziertes Team, das sich speziell mit der Optimierung der Sichtbarkeit in KI-Suchen – auch bekannt als „AI Discovery“ – beschäftigt. Gleichzeitig äußern 63 Prozent der Unternehmen die Sorge, dass Wettbewerber in KI-Suchen prominenter dargestellt werden könnten.

Veröffentlicht: 28.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 28.01.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
4 Kommentare
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dirk
29.01.2026

Antworten

Man muss sich nur diesen Irrsinn vorstellen: Man soll verstärkt KI-Tools nutzen, um die Produkte für KI-Tools lesbar zu machen, damit sie von KI-Tools gekauft werden können. Schöne neue Welt...
Robert Flachenäcker
29.01.2026

Antworten

Kurzfassung: Jede(r) der diese LLMS nutzt, unterstützt die fortschreitende Oligopolisierung der Märkte. Nach der Oligopolisierung kommt die Monopolisierung mit Preisdiktaten durch die Anbieter. Chappeau!
Belle
29.01.2026
Genau!
df
01.02.2026
Ja, leider ist das so! Das galt aber bereits auch schon für Amazon und wir wissen Alle den Verbraucher interessiert es rein gar nicht. Da wird fleissig weiterbestellt. Also zahlt der Verbraucher am Ende irgendwann die Rechnung für sein eigenes Handeln. So ist es.