Analyse: Temu verlangt die wenigsten Berechtigungen ab
Seit dem hiesigen Start von Temu gab es immer wieder Kritik am Unternehmen. Die App nutze unerlaubte Dark Patterns, um Menschen zum Kauf zu verleiten, macht die Wirtschaft mit ihren billigen Preisen kaputt – und spioniert angeblich nur für China. Zugegebenermaßen lässt sich diese Behauptung nun nicht allein angesichts der App-Berechtigungen entkräften. Wie die Which-Analyse jedoch herausfand, fordert die Temu-App „lediglich“ zwölf solcher Zugriffe ein, darunter den genauen Standort.
Im Rahmen des Vergleichs ist Temu damit die am wenigsten invasive App unter allen untersuchten Anwendungen. So verzichtet Temu unter anderem auf die Zugriffe auf Kamera und Mikrofon – etwas, von dem man meinen könnte, dass eine Shopping-App es schlicht auch nicht benötigt. Das sehen AliExpress, Amazon, Shein und sogar Vinted jedoch anders.
Wie das Portal ChannelX einräumt, kann der Zugriff zur Kamera in manchen Fällen durchaus legitim sein. So nutzen manche Marktplätze, wie beispielsweise Amazon, teilweise Virtual-Reality-Angebote, um Produkte innerhalb der eigenen Wohnung darzustellen. Bei Vinted kommt der private Verkauf hinzu. Nutzer:innen können hier per Kamera direkt Fotos von zu verkaufenden Produkten einspeisen.
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