Wer KI nutzt, ist faul? Arbeitnehmer sagen: Ja!

Veröffentlicht: 13.05.2025
imgAktualisierung: 13.05.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.05.2025
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KI als Gehirn auf dem Smartphone
Jirsak / Depositphotos.com
Wer für den Job KI nutzt, gilt für viele als faul und inkompetent. Dazu passt: Zwei Drittel der Deutschen vertrauen der Technologie nicht.


Künstliche Intelligenz gehört für viele im privaten und beruflichen Leben längst dazu, aber die Vorbehalte gegen die Technologie sind nach wie vor sehr groß. Wer bei der Arbeit KI nutzt, gilt für die Kollegen gar als faul und inkompetent, wie mehrere Experimente der Duke University in den USA nun belegen.

Proband:innen wurden in den Online-Experimenten mit Situationen konfrontiert, in denen einige Mitarbeitende KI verwendeten und andere nicht. So wurde etwa gefragt, wie man Kolleg:innen beurteilen würde, die eine KI-App oder ein Dashboard-Erstellungs-Tool zur Erledigung von Projekten nutzen. Diese wurden als faul, inkompetent, weniger unabhängig und weniger selbstbewusst eingeschätzt. Die Teilnehmer:innen hatten gleichzeitig das Gefühl, genauso negativ eingeschätzt zu werden, wenn sie selbst entsprechende Tools nutzen.

KI wird genutzt, aber ohne Vertrauen

Wohlwollender fielen die Ergebnisse bei Menschen aus, die selbst bereits KI für die Arbeit einsetzen. Gleichzeitig habe sich aber auch gezeigt, dass der Nutzen von KI für die Erledigung bestimmter Aufgaben als durchaus hoch eingeschätzt wird.

Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erkenntnissen einer neuen KPMG-Studie, die mit über 48.000 Teilnehmenden weltweit durchgeführt wurde. Dabei zeigte sich, dass zwei Drittel der Deutschen bereits KI für die Arbeit nutzen – aber nur 32 Prozent vertrauen den KI-generierten Inhalten auch. Deutschland hinke dem internationalen Durchschnitt dabei weit hinterher. EIn Knackpunkt ist vor allem die KI-Kompetenz: Weniger als die Hälfte der Befragten fühlt sich in der Lage, KI-Anwendungen angemessen einzuschätzen und 43 Prozent verwenden KI-Tools, ohne Ergebnisse im Nachhinein auch kritisch zu prüfen.

Große Vorbehalte gegen künstliche Intelligenz

Die Chancen von Künstlicher Intelligenz werden durchaus gesehen, etwa Effizienzsteigerung oder Zeitersparnis bei Routinetätigkeiten. Risiken wie Falschinformationen und Kontrollverlust stehen dem aber gegenüber. Darum wünscht sich ein Großteil der Bevölkerung klare Regeln für den KI-Einsatz, so Retail-News. 75 Prozent wünschen sich internationale Standards, 71 Prozent eine Regulierung durch Staat und Industrie. Neun von zehn Befragten geben offen zu, konkrete gesetzliche Vorgaben in Deutschland gar nicht zu kennen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.05.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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Frank2
15.05.2025

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KI, künstliche Idiotie oder einfach ne verbesserte Suchmaschine... Die Texte zitieren bzw erstellenn kann mit rechtlich zweifelhaften Ergebnisse. Zweifelhaft, weil erstmal zu klären ist was passiert mit meinen Daten und dann wie darf ich das Ergebnis der KI überhaupt verwenden, sprich Urheberrecht oder aber gar wie lautet das Landesrecht zu der Thematik in dem die KI betrieben wird bzw. Programmiert würde... Würden wir heute im großen Stil eine falsche Nachricht verbreiten, dass z.b. Putin der nächste Pabst ist würde sehr wahrscheinlich viele wenn nicht sogar alle KI Systeme übermorgen Putin als Pabst bei der entsprechenden Abfrage erwähnen.