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Google-Suche: KI-Modus wird weltweit ausgerollt – aber nicht für deutsche Nutzer

Veröffentlicht: 22.08.2025
imgAktualisierung: 22.08.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
22.08.2025
img 22.08.2025
ca. 2 Min.
Google-Suche auf Tablet
postmodernstudio / Depositphotos.com
Der AI Mode von Google bekommt neue Funktionen und ist ab sofort in 180 Ländern verfügbar – in der EU und Deutschland allerdings nicht.


Googles Fokus auf künstliche Intelligenz in der Suche polarisiert Webseitenbetreiber:innen, kommt bei Nutzer:innen aber offenbar gut an. Daher weitet Google die Verfügbarkeit des AI Mode aus. Nachdem die Funktion bereits in den USA, Großbritannien und in Indien verfügbar war, wird der KI-Modus nun in 180 weiteren Ländern ausgerollt.

Wer das Tool in Deutschland ausprobieren möchte, schaut allerdings sprichwörtlich in die Röhre. Wer die entsprechende Seite aufruft, bekommt lediglich die Information, dass der KI-Modus „derzeit“ für das eigene Gerät oder Konto nicht verfügbar ist. Die EU fehlt nämlich noch komplett. Warum der AI Mode fast überall, außer bei uns, ausgerollt wird, ist unklar. Dass es mit den komplexen EU-Regeln, etwa zum Datenschutz, zu tun hat, ist wahrscheinlich.

Agentische KI und Personalisierung

Mit den neuen Funktionen im AI Mode soll es für Nutzer:innen einfacher werden, komplexe Anfragen mit mehreren Bedingungen zu stellen. Google nennt als Beispiel die Planung eines gemeinsamen Abendessens mit Freunden. Der KI können direkt Angaben zu Datum, Uhrzeit, Personenzahl, bevorzugte Küche und Standort mitgegeben werden und Google durchsucht daraufhin passende Plattformen (etwa OpenTable in den USA), prüft die Verfügbarkeiten und liefert eine Liste mit passenden Vorschlägen.

Dafür arbeiten im Hintergrund mehrere Google-Dienste, etwa Knowledge Graph und Google Maps, zusammen. Künftig sollen über den KI-Modus auch Dienstleistungen oder Konzerttickets gesucht und gebucht werden können. Die Funktion wird allerdings zunächst nur testweise in den USA verfügbar sein. Zudem soll der KI-Modus personalisiert werden. Künftig soll die KI Ergebnisse immer besser auf die Nutzer:innen zuschneiden – sofern man Google die entsprechenden Berechtigungen gibt.

Chance für den Handel?

Googles KI-Modus und auch die AI Overviews in der normalen Suche stehen seit Langem in der Kritik, weil sie dafür sorgen, dass Webseitenbetreiber mit teils erheblichen Traffic-Einbrüchen zu kämpfen haben. Für den Online-Handel ergeben sich aber durchaus Chancen, denn der AI Mode ließe sich auch nutzen, um spezifisch nach Produkten zu suchen. Der Kaufabschluss findet schließlich stets direkt im Online-Shop statt – noch. Das heißt aber auch, dass Shopbetreiber:innen an ihrer SEO-Strategie schrauben müssen, um in den KI-Ergebnissen aufzutauchen. Der Konkurrenzkampf über Google dürfte mit der Entwicklung eher noch größer werden.

Veröffentlicht: 22.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 22.08.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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cf
25.08.2025

Antworten

Meinung: Wenn dieser Ki-Mode so gut funktioniert wie die derzeitigen Ki-Antworten, die bereits über den Suchergebnissen angezeigt werden, dann mache ich mir wenig Sorgen, denn (zumindest bei meinen Suchen) haluziniert sich das Ding derart einen zusammen, dass man sich fragt ob man es mit einer künstlichen Intelligenz oder doch eher mit einer künstlichen Dummheit zu tun hat. Da werden derart sinnlose und offenkundig falsche Antworten gegeben, dass das niemand ernst nehmen kann...
Markus
25.08.2025
Das Problem bei der schlechten Qualität der KI-generierten Antworten ist im Wesentlichen die für die LLM´s nicht passende Qualität der Suchanfrage. Garbage im > garbage out. Wenn man einen guten "prompt" absetzt, erhält man auch brauchbare Ergebnisse. Es wird nicht sehr lange dauern, bis die Nutzer lernen, wie man vernünftige Suchanfragen stellt. Und auch die Modelle werden darauf trainiert, die teils kruden Anfrage besser zu unterpretieren. Diese Technologie zu ignorieren, wird sich recht schnell als großer Fehler erweisen. Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist sehr beeindruckend.
cf
26.08.2025
Hallo Markus, du beschreibst genau das Problem, welches ich meinte. Jeder Mensch hat unterschiedliche Begabungen und man kann nicht erwarten, dass alle in der Lage sind zu lernen, qualifizierte Ki-gerechte Anfragen zu stellen. Ich unterstelle mal, dass diejenigen, die das können, die Antworten auf die Fragen dann bereits in den meisten Fällen selber kennen. Wer jedoch nicht dazu befähigt ist, bekommt teils den größten Unsinn als Antwort - genau diese Gefahr meinte ich. Denn die Betroffenen sind dann ggf. auch nicht in der Lage die Wahrscheinlichkeit des Wahrheitsgehalts zu bewerten und nehmen die Antwort dann als korrekt hin. Es geht nicht darum die Technologie zu ignorieren, sondern sie sicherer und zuverlässiger zu machen - und möglichst zügig, bevor sich aus dem derzeitigen Stand negative Auswirkungen ergeben....