E-Commerce: 48 Prozent wollen Einkaufsplanung an KI abgeben

Veröffentlicht: 31.03.2026
imgAktualisierung: 31.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
31.03.2026
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Smartphone mit KI-Gehirn
Jirsak / Depositphotos.com
Immer mehr Konsumenten vertrauen KI bei Kaufentscheidungen. Für Händler werden Sichtbarkeit in KI-Systemen und GEO (KI-SEO) immer wichtiger.


Laut einer Studie der Kommunikationsberatung Ketchum können sich 48 Prozent der KI-Nutzenden vorstellen, ihre Einkaufsplanung vollständig an einen KI-Agenten zu übergeben. Von dieser Gruppe trauen 45 Prozent der Technologie sogar zu, Kaufentscheidungen autonom zu treffen – also ohne menschliche Bestätigung im Einzelfall.

Wer den Trend antreibt

Besonders ausgeprägt ist die KI-Affinität bei einkommensstarken und akademisch gebildeten Konsumenten mit einem Haushaltsnettoeinkommen ab 4.000 Euro, so Retail-News. Auch die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen ist überdurchschnittlich aktiv: Rund ein Drittel nutzt KI bereits regelmäßig als Entscheidungshilfe beim Einkauf.

Klassischer Kaufprozess wird ausgehebelt

KI wird laut Studie zunehmend für Produktvergleiche, Preis-Leistungs-Bewertungen und Erfahrungsrecherchen eingesetzt. Der mehrstufige Entscheidungsprozess – früher geprägt von eigenständiger Recherche – wird dadurch stark verkürzt. Viele Konsumenten akzeptieren KI-Vorschläge direkt als Grundlage für ihre Kaufentscheidung.

Was das für Händler und Marken bedeutet

Mit der Verlagerung von Entscheidungen auf KI-Systeme verändert sich auch, wo Sichtbarkeit entsteht: nicht mehr primär durch Reichweite oder Klicks, sondern durch Präsenz in KI-generierten Empfehlungen. Wer dort nicht auftaucht, findet im digitalen Kaufprozess schlicht nicht statt.

Als Reaktion auf diesen Wandel gewinnt die sogenannte Generative Engine Optimization (GEO) an Bedeutung. Darunter versteht man die Aufbereitung von Unternehmensdaten speziell für KI-Systeme: strukturierte Produktinformationen, maschinenlesbare Formate, verlässliche externe Quellen und regelmäßige Analysen der eigenen KI-Sichtbarkeit. Laut Studie steigt zudem die Sorge der Nutzer vor Manipulation – was den Bedarf an transparenten und konsistenten Daten weiter erhöht.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 31.03.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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