Die Verbraucherschutzminister:innen der Länder haben sich bei ihrer Konferenz in Potsdam für ein härteres Vorgehen gegen Fake-Shops im Internet ausgesprochen. Nach Einschätzung von Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt (SPD) verursachen Fake-Shops erhebliche finanzielle Schäden bei Verbraucher:innen. Die Länder fordern deshalb einen nationalen Aktionsplan, der die Abschaltung gefälschter Online-Shops erleichtern soll – und sehen vor allem den Bund in der Verantwortung. Mittelstädt forderte den Bund auf, zu prüfen, wie eine schnellere Sperrung möglich ist. Die Länder dürften dabei nicht allein gelassen werden.
Als Grund für die bisher langwierigen Verfahren nannte Mittelstädt die Zuständigkeit mehrerer Stellen – Polizei, Justiz, Verbraucherschutz und Cybersicherheit seien beteiligt, eine bessere Zusammenarbeit zwischen ihnen sei nötig, so Beck-aktuell. Auch Verbraucherzentralen fordern eine bundeseinheitliche Regelung zur Bekämpfung betrügerischer Shops. Der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentrale decke monatlich rund 1.800 neue betrügerische Online-Shops auf.
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