Phishing-Gefahr durch geleakte Instagram-Daten: Was Händler jetzt wissen müssen

Veröffentlicht: 19.01.2026
imgAktualisierung: 19.01.2026
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.01.2026
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Instagram-Logo auf Smartphone durch eine Lupe vor buntem Hintergrund in Rot, Orange und Lila vergrößert.
InkDropCreative / Depositphotos.com
Ein Datensatz mit Instagram-Daten kursiert im Netz. Kriminelle könnten ihn für Phishing nutzen. So schützt du deine E-Commerce-Konten.


Ein kürzlich veröffentlichtes Datenleck betrifft mehrere Millionen Instagram-Profile. Die Daten wurden durch Scraping von Programmierschnittstellen gesammelt und in einem Hackerforum veröffentlicht. Obwohl keine Passwörter oder kritischen Zugangsdaten enthalten sind, bergen die Informationen dennoch erhebliche Risiken – insbesondere für Unternehmen und Händler:innen im E-Commerce.

Geleakte Daten und mögliche Gefahren

Der Datensatz umfasst laut Verbraucherzentrale Profilnamen, angezeigte Namen und teilweise Standortangaben. Diese Informationen könnten von Kriminellen genutzt werden, um gezielte Phishing-Angriffe zu starten. Gefälschte Nachrichten per E-Mail, SMS oder Messenger-Diensten, die vermeintlich von Instagram stammen, könnten so glaubwürdiger wirken. Online-Händler, deren Instagram-Profile oft eng mit ihrem Geschäft verknüpft sind, könnten dadurch besonders betroffen sein.

Ein weiteres Risiko besteht im Identitätsdiebstahl: Mit den veröffentlichten Daten könnten Betrüger Fake-Profile erstellen, die offiziell wirken und Kund:innen oder Geschäftspartner:innen täuschen.

Maßnahmen zur Sicherheit

Instagram hat auf das Problem reagiert und erklärt, dass es keine Sicherheitslücke in den eigenen Systemen gebe. Dennoch sollten Händler Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

  • Zurücksetzungs-Mails ignorieren: Erhältst du unangeforderte E-Mails zum Passwort-Reset, lösche sie einfach.
  • Passwort ändern: Nutze ein starkes, einzigartiges Passwort, das du nirgendwo sonst verwendest.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Aktiviere 2FA, idealerweise mit einer Authenticator-App, um zusätzliche Sicherheit zu schaffen.
  • Login-Aktivität überprüfen: Kontrolliere regelmäßig, ob unbekannte Geräte Zugriff auf dein Konto haben.
  • Links vermeiden: Ändere Einstellungen ausschließlich über die Instagram-App oder die offizielle Webseite.

Prävention und Monitoring

Zusätzlich können Nutzer:innen Dienste wie „Have I Been Pwned“ oder den „Identity Leak Checker“ des Hasso-Plattner-Instituts nutzen, um zu überprüfen, ob ihre E-Mail-Adressen in bekannten Datenlecks auftauchen. Die Nutzung eines Passwort-Managers oder von Passkeys erleichtert die Verwaltung sicherer Passwörter und erhöht den Schutz vor Angriffen.

Abschließend sollten Schutzsoftware und Antivirenprogramme stets auf dem neuesten Stand sein, um mögliche Schadsoftware frühzeitig zu erkennen. Personen, die aktiv auf Instagram sind, sollten diese Maßnahmen ernst nehmen, um ihr Geschäft und ihre Kundenbeziehungen zu schützen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 19.01.2026
img Letzte Aktualisierung: 19.01.2026
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Sandra May

Sandra May

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