Panik um PayPal-Datenleck? So erkennst du, ob du betroffen bist

Veröffentlicht: 25.08.2025
imgAktualisierung: 25.08.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
25.08.2025
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ca. 3 Min.
Ein Smartphone-Display zeigt das PayPal-Logo
TPOphoto / Depositphotos.com
Meldungen über im Darknet angebotene PayPal-Zugangsdaten sorgen derzeit für Verunsicherung. Wir fassen das Wichtigste zusammen.


Über 15 Millionen Passwörter zu PayPal-Konten sollen derzeit in einem Darknet-Forum zum Verkauf angeboten werden. Die Meldung verunsichert auch deutsche Nutzer:innen. In diesem FAQ fassen wir zusammen, was jetzt wichtig ist.

Gab es ein Datenleck bei PayPal?

Nein, es gibt keine Bestätigung, dass die angebotenen Daten direkt von PayPal stammen. Expert:innen vermuten, dass die Daten aus Phishing-Angriffen oder Schadsoftware stammen, da sie unstrukturiert sind und somit nicht auf ein Datenleck bei PayPal hindeuten.

Woher könnten die gestohlenen PayPal-Daten stammen?

Die Daten stammen vermutlich aus Phishing-Attacken oder wurden durch Schadsoftware zusammengetragen. Dabei werden Zugangsdaten gesammelt, indem Nutzer auf gefälschte Webseiten gelockt oder über schädliche Programme ausspioniert werden. Ein direkter Zusammenhang mit einem PayPal-Datenleck wird von Expert:innen ausgeschlossen.

Was enthalten die gestohlenen Daten aus dem Darknet?

Die im Darknet angebotenen Daten sollen E-Mail-Adressen, Passwörter, API-Zugangspunkte und Login-URLs umfassen. Der Datensatz ist unstrukturiert, was darauf hindeutet, dass er aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen wurde.

Sind die gestohlenen PayPal-Passwörter echt?

Derzeit ist unklar, ob die gestohlenen Daten echt sind. Screenshots, die als Beweis dienen sollen, könnten manipuliert oder nur teilweise authentisch sein. Es ist möglich, dass die Daten vom Anbieter im Darknet gefälscht wurden, um Käufer:innen zu täuschen.

Wie schützte ich mein PayPal-Konto vor unbefugtem Zugriff?

Ein PayPal-Konto kann durch folgende Maßnahmen geschützt werden:

  • Regelmäßige Aktualisierung des Passworts
  • Verwendung eines sicheren, einzigartigen Passworts
  • Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung
  • Nutzung eines Passwort-Managers zur sicheren Verwaltung von Zugangsdaten

Was tue ich, wenn meine Zugangsdaten von einem Passwort-Leak betroffen sind?

Wer vermutet, dass seine Zugangsdaten betroffen sind, sollte prüfen, ob er sich noch einloggen kann. Gelingt dies, sollte das Passwort sofort geändert werden und eine Multi-Faktor-Authentifizierung aktiviert werden. Zudem ist es ratsam, die Kontobewegungen auf unautorisierte Transaktionen zu überprüfen. Gab es bereits unbekannte Buchungen, sollte dies sowohl der Bank als auch PayPal gemeldet werden sowie bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

Wie funktioniert Phishing bei Zahlungsdiensten wie PayPal?

Phishing funktioniert für gewöhnlich durch das Versenden von gefälschten E-Mails oder das Erstellen von Fake-Webseiten, um Nutzer zur Eingabe ihrer Zugangsdaten zu bewegen. Diese Daten werden dann von Kriminellen zum Missbrauch der Konten genutzt.

Wie erkenne ich eine Phishing-Mail?

Phishing-Mails wirken oft echt, verraten sich aber durch kleine Details: ungewöhnliche Absenderadressen, Formulierungen, die Druck aufbauen („Sofort handeln!”), Links, die auf fremde Seiten führen, oder unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“. Im Zweifel sollte man keine Links oder Anhänge öffnen und den Kontostatus direkt bei PayPal prüfen.

Welche Risiken bestehen bei gestohlenen PayPal-Logins?

Gestohlene PayPal-Logins können zu finanziellen Verlusten führen, da unbefugte Transaktionen ausgeführt werden können. Zudem besteht die Gefahr des Identitätsdiebstahls, wenn die Zugangsdaten für weitere Dienste verwendet werden.

Wie erkenne ich, ob ich vom PayPal-Datenleck betroffen bin?

Leider ist hierauf aktuell keine klare Antwort möglich. Da die Daten durch keine offizielle Stelle verifiziert werden konnten, ist nicht einmal gesichert, ob es sich tatsächlich um echte, aktuelle Zugangsdaten handelt. Sicherheitshalber ist es daher in jedem Fall ratsam, das Passwort zu erneuern. Das Einrichten einer Multi-Faktor-Authentifizierung ist außerdem immer eine gute Idee, da Kriminelle so, selbst mit den Zugangsdaten, nicht auf das Konto zugreifen können.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 25.08.2025
img Letzte Aktualisierung: 25.08.2025
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

KOMMENTARE
8 Kommentare
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Ralf
26.08.2025

Antworten

Dafür hat PayPal zumindest seid gestern Probleme mit Geschäftskonten. Man kann wegen einem angeblichen Fehler im System kein Geld abbuchen. Das ist besonders ärglich wenn dort große Beträge schlummern. Heute früh bestand das Problem immer noch......
Thomas Tillmann
27.08.2025
ich hab eine Zahlung von 35€ über PayPal gesendet. Soweit so gut. Bei der Pe3rson ist das Geld auch eingegangen. Ein Tag später bekomme ich eine Email von PayPal das meine Bank die Abbuchung abgelehnt hat . Ich rufe bei meiner Bank an und frag nach . Es wäre alle im grünen Bereich und sie konnten erstens nicht nachvollziehen .Was ja auch logisch ist weil so was mindestens drei Werkstage ungefähr dauert ,bis man das auf seinem Konto sieht . Erreichen kann man bei Paypal auch keinen einmal war ich 40min in der Warteschleife jetzt 14 Min .keiner geht ran. hier stimmt was nicht
Ernie
26.08.2025

Antworten

Wie schön das Paypal einen nicht informiert, hatte das Problem schon vorher aus dem Netz erfahren und mein Passwort geändert. Aber warum ist Paypal nicht dazu verpflichtet, ich denke jeder muss bei einem Datendiebstahl seine Kunden informieren oder gilt das mal wieder für große Unternehmen nicht ?
Cph
26.08.2025
Angeblich wurden die Daten nicht direkt von Paypal gestohlen, weshalb soll dann Paypal informieren?
Redaktion
26.08.2025
Hallo Ernie,
wie beschrieben handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht um einen Datendiebstahl von PayPal. Stattdessen wurden die Daten schätzungsweise von den Nutzerinnen und Nutzern direkt entwendet – also beispielsweise mit Phishing-E-Mails und Malware.
Gruß, die Redaktion
Werner Mehl
26.08.2025
Nochmal: den "Datendiebstahl" bei Paypal direkt gab es nicht. Warum soll Paypal darauf hinweisen, wenn sich die Leute nicht an die Grundregeln des Mailverkehrs halten? Passwörter (siehe c´t - Bericht) sind niemals in Klarschrift bei Paypal hinterlegt und werden auch niemals (da verschlüsselt) zurückverschlüsselt werden können. D.h. es werden bei Eingabe eines Passwortes dieses nach demselben Schema verschlüsselt und der bei Paypal hinterlegte Wert mit dem nun bei der Eingabe eingegebenen verschlüsselten Password verglichen. Paypal ist wie viele Banken und andere Firmen auch klar, dass auch Datenbank-Admins in ihren eigenen Reihen eine Gefahr darstellen. Und somit kann niemand durch Datenklau bei Paypal direkt an solche Daten herankommen. Es waren somit (wie hier richtig dargestellt) Phishing-Daten und die sind womöglich längst veraltet. Außerdem mit etwas mehr als 700.-€ Verkaufspreis im Darknet sind die Daten viel zu billig. Überleg mal - das hast Du beim ersten erfolgreichen Zugriff schon wieder drin.
Tundler
25.08.2025

Antworten

Ja schön. Und wie erkenne ich ob ich betroffen bin. Wo ist der Teil in Ihrem Artikel? Oder sind sie Clickbait Journalistin
Redaktion
26.08.2025
Hallo Tundler,
wie der Artikel aufzeigt, ist ein eindeutiger Nachweis aktuell schlicht nicht möglich, da die Daten nicht vorliegen. Das ist bei den meisten Datenlecks und/oder Datenverkäufen so.
Da in diesem Fall auch zusätzlich nicht einmal klar ist, ob die Daten echt sind oder nicht, empfiehlt es sich in jedem Fall das Passwort zu erneuern.
Wenn du aber bereits eine Multi-Faktor-Authentifizierung eingerichtet hast, bist du ebenfalls gut gewappnet. Eins von beidem sollte aber sein!
Gruß, die Redaktion