In einer großangelegten Aktion haben Ermittler in Baden-Württemberg mehr als 1.400 betrügerische Websites aus dem Netz genommen. Über die Seiten sollten Verbraucherinnen und Verbraucher zu angeblichen Geldanlageplattformen gelockt und zu Investitionen verleitet werden. Tatsächlich sahen die Opfer ihre eingezahlten Gelder aber nie wieder.
„Über die nun gesperrten Domains sollten Verbraucherinnen und Verbraucher getäuscht und zu vermeintlichen Investitionen auf manipulierten Handelsplattformen verleitet werden“, erklärten die Behörden laut der Tagesschau.
Millionen Klicks auf die Fake-Seiten
Die Operation trug den Namen „Herakles“ und wurde vom Cybercrime-Zentrum der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe, dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Finanzaufsicht BaFin durchgeführt. Die Ermittler stießen dabei auf ein Netzwerk bislang unbekannter Täter, die unter Verdacht stehen, sogenannten Cybertrading-Betrug zu betreiben.
Die beschlagnahmten Domains wurden auf spezielle „Beschlagnahme-Seiten“ umgeleitet. Wer die Adressen nun aufruft, erhält einen Hinweis auf die laufenden Ermittlungen. Laut den Behörden wurden die betroffenen Seiten seit dem 3. Oktober bereits rund 900.000 Mal aufgerufen – ein Beleg für die enorme Reichweite der Betrugsmasche.
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