Google geht gegen gefälschte Geschäftsprofile vor

Veröffentlicht: 21.03.2025
imgAktualisierung: 21.03.2025
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.03.2025
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Smartphone mit Google Maps Logo in Form eines Pins und in den ikonischen Farben rot, gelb, blau, grün, im Hintergrund ein weiteres Google Maps Logo
rafapress / Depositphotos.com
Unternehmen, die gar nicht existieren, könnten im Kartendienst Maps einen gegenteiligen Eindruck erwecken. Da macht Google nicht mit.


Mit Google Maps kann man nicht nur von A nach B navigieren, sondern auch Unternehmen und Dienstleistungen finden. Doch nicht immer sind diese auch echt. Gerade hat der Tech-Konzern rechtliche Schritte wegen unrechtmäßiger Einträge vermeintlicher Geschäftsprofile in seinem Kartendienst eingeleitet. Nach eigenen Angaben habe man Tausende gefälschte Unternehmenseinträge entdeckt. Gegen einen mutmaßlichen Täter, der im größeren Stil Geschäftsprofile fingiert und verkauft haben soll, hat der Konzern in den USA nun Klage eingereicht. 

Zwangslagen ausgenutzt

Ausgangspunkt für Googles Untersuchung war ein Hinweis eines Unternehmens aus Texas, USA, das einen Schlüsseldienst ohne Lizenz auf Google Maps gemeldet hatte. Daraufhin fand Google über 10.000 weitere unechte Profile, sowohl gefälschte als auch gehackten Konten. „Sobald wir auf den tatsächlichen Betrug aufmerksam gemacht werden, unternehmen wir extreme Anstrengungen, um ähnliche betrügerische Angebote zu identifizieren“, erklärte Googles Chefjuristin Halimah DeLaine Prado zu dem Vorgehen gegenüber CBS News.

Die entdeckten Fake-Unternehmensprofile hätten sich vor allem auf Dienstleistungen bezogen, nach denen Leute in dringlichen Situationen suchen – wie eben Schlüsseldienste oder auch Abschleppfirmen. Neben den gefälschten Einträgen sollen auch Telefonnummern abgefangen worden sein. Die vermeintlichen Dienstleister sollen dann unter anderem Leads an andere Firmen verkauft haben, die vor Ort überteuerte Preise von den Kund:innen verlangt haben.  

Weltweites Betrugsnetzwerk

Die mutmaßlichen Betrüger:innen sollen Google zufolge weltweit mit Personen zusammengearbeitet und auch soziale Netzwerke verwendet haben, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Unter anderem sei in Facebook-Gruppen auch mit dem Verkauf gefälschter Rezensionen geworben worden. „Ein gefälschtes Profil und eine gefälschte Bewertung untergraben das Vertrauen in dieses Ökosystem“, kritisierte DeLaine Prado diese Masche.

Google geht seit mehreren Jahren gegen betrügerische Business-Einträge vor. 2023 seien etwa 12 Millionen gefälschte Unternehmensprofile entfernt oder blockiert worden – etwa eine Million mehr als im Vorjahr.

Veröffentlicht: 21.03.2025
img Letzte Aktualisierung: 21.03.2025
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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