Fake-Shops, Phishing, Betrug: Gen Z tappt besonders häufig in die Falle

Veröffentlicht: 02.10.2025
imgAktualisierung: 02.10.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
02.10.2025
img 02.10.2025
ca. 2 Min.
Laptop mit Briefumschlag
tete_escape / Depositphotos.com
Sie wachsen mit digitalen Medien auf, erkennen aber Betrugsversuche nicht: Die Generation Gen Z ist besonders anfällig für Phishing.


Phishing und andere digitale Betrugsmaschen sind längst kein Randproblem mehr, sondern Teil des täglichen Interneterlebens. Besonders auffällig ist die Situation bei der Generation Z, die zwischen 1997 und 2012 geboren wurde. Trotz hoher digitaler Kompetenz sind junge Erwachsene hier besonders anfällig: Laut einer aktuellen Umfrage der Initiative Sicher Handeln (ISH) in Zusammenarbeit mit YouGov erkennt fast die Hälfte der Gen Z (49 Prozent)  typische Warnsignale wie ungefragt zugesandte E-Mail-Anhänge nicht als Bedrohung. Gleichzeitig glauben 76 Prozent aller Befragten, bislang nie Opfer eines Phishing-Angriffs geworden zu sein – ein Trugschluss, der im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozentpunkte gestiegen ist.

Betrugsversuche im digitalen Alltag: Generation Z besonders gefährdet

Phishing-Angriffe zeigen sich auf vielfältige Weise: gefälschte Paketbenachrichtigungen, angeblich gesperrte Konten oder E-Mails von vermeintlichen Banken oder Zahlungsdiensten gehören zum Alltag. Dennoch reagieren viele Nutzer nicht skeptisch genug: Nur 77 Prozent misstrauen generell Aufforderungen zur Angabe von Konto- oder Zugangsdaten, bei der Gen Z sind es sogar nur 69 Prozent. Auch bei dringenden Handlungsaufforderungen ist die Skepsis niedrig: Nur 62 Prozent der jungen Generation hinterfragen solche Nachrichten kritisch. Warnsignale wie unpersönliche Anreden, fehlerhafte Links oder Rechtschreibfehler werden häufig übersehen, und unverlangt zugesandte Anhänge lösen bei lediglich 51 Prozent der Gen Z Misstrauen aus.

Finanzielle Verluste halten sich noch in Grenzen

Neben der Generation Z wiegen sich aber auch ältere Generationen oft in Sicherheit. So sind 80 Prozent der Boomer (geboren 1946–1964) und 78 Prozent der Generation X (1965–1980) überzeugt, bislang nicht Opfer von Phishing geworden zu sein. Tatsächlich haben 15 Prozent aller Befragten schon Angriffe erlebt – meist ohne finanziellen Schaden. Größere Verluste sind selten, treten jedoch am häufigsten bei den 35- bis 44-Jährigen auf: Jeder Zwanzigste dieser Altersgruppe verlor bis zu 500 Euro, und einige wenige erlitten Schäden von bis zu 10.000 Euro.

Ein besonders kritischer Aspekt ist der Diebstahl persönlicher Daten. Wer Zugangsdaten preisgibt, öffnet Tür und Tor für Identitätsdiebstahl und Folgeangriffe. Deswegen sollten Konsumenten bei jeder unbekannten Nachricht – egal ob per SMS, E-Mail oder Brief – genau prüfen, ob es sich um eine echte Korrespondenz oder einen Betrugsversuch handelt.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 02.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 02.10.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben