Die kurzzeitige Störung bei PayPal zieht weitere Kreise. So kommt es vor allem bei Sparkassen-Kund:innen weiterhin zu Zahlungsverzögerungen. Das machen sich jetzt Kriminelle zu Nutzen und rufen gezielt Kund:innen des Geldinstitutes an. Dabei geben sie sich als Mitarbeitende der Sparkassen aus und müssten angeblich dringend fragwürdige Lastschriftbuchungen überprüfen. Sowohl PayPal als auch die Sparkassen-Finanzwarnung warnt eindringlich davor, Daten am Telefon preis zu geben.
Gezielte Täuschung von Sparkassen-Kundschaft
Eigentlich ist das initiale Problem bei PayPal schon längst behoben. Dennoch kommt es bei den Sparkassen weiterhin zu Verzögerungen von Zahlungen. Bereits Ende letzter Woche informierten die Sparkassen darüber, dass die Störung zwar bekannt, aber in der Verantwortung von PayPal sei. Da man aber gemeinsam an einer Lösung arbeite, erscheinen Anrufe von Sparkassen-Mitarbeitenden für viele Verbraucher:innen jetzt nicht ganz unwahrscheinlich.
Die Anrufenden geben vor, verdächtige Lastschriftbuchungen überprüfen zu müssen und drängen die Person zur Mithilfe. Dabei wird zeitlicher Druck aufgebaut. Zur Lösung solle man dem vermeintlichen Mitarbeitenden den Zugang zum eigenen Bankkonto gewähren. Hierfür wird um Freigabe per TAN gebeten.
Wie die Sparkasse Solingen in einer Meldung schreibt, handelt es sich dabei jedoch tatsächlich um die Freigabe einer Überweisung. Die Kriminellen würden sich bei Erfolg selbst Geld überweisen.
PayPal und Sparkassen warnen: So erkennst du Betrug
Die Betrugsversuche sind beiden Finanzdiensten bekannt. Zuerst sprachen die Stadt-Sparkassen Solingen und Aachen offizielle Warnungen aus. Der Redaktion liegen jedoch auch Fälle aus Sachsen vor. Mittlerweile warnt PayPal seine Kundschaft ebenfalls, vor den verdächtigen Anrufen.
Der PayPal Kundenservice würde demnach niemals nach Anmeldedaten oder TANs erfragen. Bei Unsicherheiten sollten Kund:innen sich eigenständig über die PayPal Website oder die App anmelden und den Kontostatus prüfen. Wer verdächtige Anrufe oder Nachrichten erhält, kann diese bei PayPal melden.
Sollte es bereits zur Datenweitergabe gekommen sein, sollte man sicherheitshalber über die bundesweite Sperr-Notrufnummer 116 116 schnellstmöglich eine Kontensperre veranlassen.
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konkrete Informationen liegen uns hierzu nicht vor.
Man könnte nun lediglich mutmaßen, dass diese Daten aus vorherigen Phishing-Attacken und Datensammlungen stammen. Dabei wird dann natürlich nicht geprüft, ob die kontaktierten Sparkassen-Kund:innen tatsächlich auch PayPal benutzen.
Heute erhielt eine Kollegin aus der Redaktion einen derartigen Anruf, dabei handelte es sich um eine Computerstimme. Der Einsatz von KI wird hier als, mit Sicherheit beim Gießkannenprinzip behilflich sein.
Gruß, die Redaktion