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Cyberkriminalität in Deutschland steigt: Online-Shopping besonders häufig betroffen

Veröffentlicht: 12.05.2026
imgAktualisierung: 12.05.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
12.05.2026
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Kreditkarte und Laptop
puhhha / Depositphotos.com
Betrug im Online-Shopping ist das häufigste Cybercrime-Delikt – doch viele Nutzer halten ihr Risiko für gering.


Der Anteil der Internetnutzer:innen in Deutschland, die Opfer von Cyberkriminalität wurden, ist binnen eines Jahres von sieben auf elf Prozent gestiegen. Das zeigt der Cybersicherheitsmonitor 2026, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes veröffentlicht hat.

Grundlage ist eine repräsentative Befragung von 3.060 Personen ab 16 Jahren, die im Januar 2026 bundesweit durchgeführt wurde. Insgesamt war mehr als jeder Vierte (27 Prozent) im Laufe seines Lebens bereits von digitaler Kriminalität betroffen.

Online-Shopping als häufigstes Tatfeld

Besonders oft schlagen Kriminelle beim Online-Shopping zu: 22 Prozent der Betroffenen berichten von Betrug beim Online-Einkauf. Dahinter folgen der unberechtigte Zugriff auf Online-Accounts (14 Prozent), Betrug beim Online-Banking (13 Prozent) sowie Phishing-Angriffe (12 Prozent).

Für die Opfer bleibt es selten folgenlos: 88 Prozent erlitten einen Schaden. Bei einem Drittel handelte es sich um finanzielle Verluste, weitere häufige Folgen sind Vertrauensverlust in Online-Dienste (29 Prozent) und verlorene Zeit (23 Prozent). Kommt es zu einem Angriff, erstattet rund ein Drittel (32 Prozent) Anzeige bei der Polizei. 35 Prozent wenden sich an den jeweiligen Dienstanbieter.

Trügerisches Sicherheitsgefühl bremst Prävention

Trotz der gestiegenen Betroffenenzahlen hält mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) ihr persönliches Risiko für gering oder ausgeschlossen. Nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, 40 Prozent tun es gelegentlich.

Beim Einsatz konkreter Schutzmaßnahmen zeigt sich ein ähnliches Bild: Von 19 abgefragten Maßnahmen sind der Mehrheit nur starke Passwörter und Antivirensoftware bekannt – genutzt werden sie von 46 beziehungsweise 40 Prozent. Als Gründe für den mangelnden Schutz nennen viele ein subjektives Sicherheitsgefühl (27 Prozent), empfinden Maßnahmen als zu kompliziert (23 Prozent) oder fühlen sich überfordert (23 Prozent).

Forderungen an Industrie und Politik

Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention, betont, dass Cyberkriminalität – von Phishing-Mails bis zu Betrug beim Online-Einkauf – längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. BSI-Präsidentin Claudia Plattner fordert, Cybersicherheit müsse im Alltag einfacher, präsenter und verständlicher werden – und nimmt dabei auch die Hersteller in die Pflicht: Sichere Produkte und Dienste müssten zum Standard werden.

Das BSI hat eine Checkliste für Betroffene von Online-Kriminalität zusammengestellt, die erste Schritte nach einem Angriff erläutert.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 12.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 12.05.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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