Anlagebetrug mit Kryptowährungen: Gericht verhängt 7,5 Jahre Haft

Veröffentlicht: 03.03.2026
imgAktualisierung: 03.03.2026
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
03.03.2026
img 03.03.2026
ca. 1 Min.
Kryptocoin am Haken
velishchuk1 / Depositphotos.com
Der Betreiber eines Betrugs-Callcenters mit 600 Mitarbeitenden wurde vor dem Landgericht Bamberg zu einer Haftstrafe verurteilt.


Das Landgericht Bamberg hat den Betreiber eines Callcenters in Albanien verurteilt. Der 50-jährige Mann soll mit Anlagebetrug einen Millionenschaden verursacht haben. Mit bis zu 600 Mitarbeiter:innen wurden zahlreiche Leute um ihr Geld gebracht. Nun muss der Täter 7,5 Jahre in Haft, wie der Spiegel berichtet.

Opfer werden mit angeblich hohen Gewinnen geködert

Mit gefälschten Webseiten werden potenzielle Anleger:innen dazu verleitet, ihr Geld in Kryptowährung zu investieren. Zunächst sollen kleine Beträge überwiesen werden, die sich angeblich schnell vervielfachen sollen. Über Telefonanrufe werden die Anleger:innen aufgefordert, immer neue Summen zu überweisen. Als die Anleger:innen dann Gewinne abheben wollten, stellte sich heraus, dass das Geld verloren ist.

Der Täter hat von 2017 bis 2019 in der albanischen Hauptstadt Tirana ein Callcenter aufgebaut, welches nur auf den Betrug ausgelegt war. Außerdem entwickelte er eine Software, mit der der Betrug automatisiert wurde. 

Mindestens 42 Millionen Euro Schaden

Dabei soll ein Schaden von mindestens 42 Millionen Euro entstanden sein. 2023 wurde der Täter verhaftet und 2024 nach Deutschland ausgeliefert. Im Prozess war er geständig und entschuldigte sich bei den Opfern. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 03.03.2026
img Letzte Aktualisierung: 03.03.2026
Lesezeit: ca. 1 Min.
Artikel weiterempfehlen
Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben