Achtung Abzocke: Neue Paypal-Betrugsmasche

Veröffentlicht: 11.07.2025
imgAktualisierung: 11.07.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 2 Min.
11.07.2025
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Paypal
BrendaRochaBlossom / Depositphotos.com
Mit einem angeblichen Missgeschick werden hilfsbereite Paypal-Nutzer:innen abgezockt.


Die Verbraucherzentrale des Saarlandes warnt aktuell vor einer Paypal-Betrugsmasche, wie t3n meldete. Das Vorgehen wirkt zunächst harmlos: „Hey, ich habe versehentlich an dich Geld überwiesen, die Adresse war minimal anders als die Zieladresse.“ Eine solche oder ähnliche Nachricht bekommen Nutzer:innen zusammen mit einer Erklärung, dass das etwa auf dem Flohmarkt passiert sei. Tatsächlich befindet sich auf dem Paypal-Konto dann ein entsprechender Betrag. Dieser soll über „Freunde und Familie“ zurückgesendet werden, damit sei die Sache dann erledigt.

Täter:innen geben an, selbst betrogen worden zu sein

Im Nachhinein gibt die Person, die angeblich versehentlich das Geld gesendet hat, an, selbst betrogen worden zu sein. Angeblich wurde für eine Ware oder Dienstleistung bezahlt, allerdings habe man keine Gegenleistung erhalten. Dieses Geld wird dann über den Paypal-Käuferschutz zurückgefordert. Am Ende wurde der Betrag also doppelt zurückerstattet: Einmal vor der Person, die ihn über die Paypal-Funktion „Freunde und Familie“ verschickt hat und einmal wurde die ursprüngliche Zahlung über den Paypal-Käuferschutz zurückgesendet. Die ursprüngliche Zahlung wird also zurückerstattet und das Opfer ist sowohl das “versehentlich” versendete Geld los und ist den Betrag los, den er oder sie selbst versendet hat. 

So sollten Betroffene vorgehen

Wer auf Paypal Geld ohne ersichtlichen Grund erhalten hat, darf dieses allerdings nicht einfach behalten, um einer solchen Masche zu entgehen. Es gibt allerdings eine einfache Möglichkeit, kein Betrugsopfer zu werden: Das Geld sollte auf keinen Fall via Freunde und Familie zurückgesendet werden. Wer eine Summe erhalten hat und aufgefordert wird, diese zurückzuzahlen, kann bei Paypal selbst einen Fall eröffnen. Bei der Transaktion selber lässt sich diese so offiziell zurückbuchen.

Wer bereits Opfer dieser Betrugsmasche wurde und das Geld durch zurücksenden verloren hat, sollte in jedem Fall zur Polizei gehen. Auch wenn die Chancen gering sind, das Geld zurückzubekommen, kann es helfen, Fälle aufzuklären und zukünftige Betrügereien zu vermeiden. 

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 11.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 11.07.2025
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

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