Betrugsmaschen gibt es im Internet eine ganze Reihe. Jetzt warnt die Verbraucherzentrale vor vermeintlichen Service-Angeboten, die bei bestimmten Google-Suchen Verbraucher:innen angezeigt werden und hohe Kosten verursachen können, wie unter anderem Heise berichtete.
Adressänderung beim ÖRR
Verbraucher:innen, die beispielsweise eine Adressänderung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) vornehmen wollen, bekamen als erstes Suchergebnis eine Seite, die wie eine offizielle Anlaufstelle des ÖRR wirkte. Sobald man allerdings seine Daten angegeben hatte, bekam man eine Rechnung. Man solle dafür zahlen, dass die Daten nun an die offizielle Stelle weitergegeben werden. Ohne dass man vorher darüber informiert wurde, werden nun 39,99 Euro fällig. Auf der offiziellen Webseite ist die Datenänderung jedoch kostenlos. Dabei handelt es sich nur um ein Angebot von zahlreichen weiteren.
Dreimal so viel Beschwerden als im Vorjahr
Der Verbraucherzentrale Bundesverband klagte bereits gegen solche und weitere Angebote, wegen intransparenter Angabe der Kosten. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden dabei mehr als 2.900 Beschwerden erfasst, das sind fast dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. „In den meisten Fällen beschweren sich Verbraucherinnen und Verbraucher über Dienstleister, die online etwa mit Angeboten für Nachsendeaufträge, Führungszeugnisse oder andere offizielle Dokumente werben“, so Ramona Pop, Chefin des Bundesverbandes.
Pop sieht auch die Suchmaschinen in der Verantwortung. „Gerade, wenn Angebote bei Suchmaschinen beworben werden, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten dürfen, dass es sich um seriöse Angebote handelt“. Plattformen, die mit Werbung für unseriöse Angebote Geld verdienen, müssten ihrer Verantwortung gerecht werden.
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Hanna Hillnhütter
Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.
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