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So gehst du die PPWR-Bevollmächtigten-Pflicht strategisch an

Veröffentlicht: 06.08.2026
imgAktualisierung: 06.08.2026
Geschrieben von: Sandra May
Lesezeit: ca. 2 Min.
06.08.2026
img 06.08.2026
ca. 2 Min.
Trichter filtert Pakete unterschiedlicher Größe und Farben zu einer Auswahl als Symbol für Produktfilter im Onlinehandel.
KI
Nicht für jedes Land ist ein Bevollmächtigter sinnvoll. Wir zeigen dir, auf welche Absatzmärkte du dich konzentrieren solltest.


Die Bevollmächtigten-Pflicht durch die PPWR trifft viele Online-Händler an einer empfindlichen Stelle: Wer nur vereinzelt Pakete in ein EU-Land verschickt, für den kann sich ein eigener Bevollmächtigter kaum rechnen. Genau deshalb lohnt sich jetzt ein nüchterner Blick auf die eigenen Absatzmärkte, statt vorschnell den gesamten EU-Versand infrage zu stellen.

Nicht jedes Land ist gleich wichtig

Die wenigsten Händler erzielen ihren Umsatz gleichmäßig über alle EU-Länder verteilt. Meistens konzentriert sich der große Teil des Auslandsgeschäfts auf eine Handvoll Märkte, während andere Länder nur sporadisch beliefert werden. Genau hier setzt eine sinnvolle Strategie an: Wer weiß, wo sein Geschäft tatsächlich stattfindet, kann gezielt entscheiden, wo sich ein Bevollmächtigter lohnt und wo nicht.

In drei Schritten zur passenden Strategie

1. Versanddaten auswerten. Ein Blick in die eigenen Versand- und Umsatzzahlen der letzten zwölf Monate zeigt schnell, welche Länder wirtschaftlich relevant sind und welche eher Einzelfälle waren.

2. Zielländer priorisieren. Auf Basis dieser Auswertung lässt sich festlegen, in welchen Ländern sich der organisatorische und finanzielle Aufwand für einen Bevollmächtigten lohnt – und in welchen ein Verzicht auf den Versand wirtschaftlich sinnvoller ist.

3. Vertriebsstrategie anpassen. Mit dieser Priorisierung lässt sich der Aufwand realistisch kalkulieren, statt sich mit pauschalen Kosten für alle Länder zu belasten, die im Zweifel gar nicht in diesem Umfang gebraucht werden.

Wer seinen größten Umsatzanteil in wenigen EU-Ländern erzielt, kann seine Vertriebsstrategie gezielt darauf ausrichten und den organisatorischen sowie finanziellen Aufwand besser kalkulieren, statt ihn auf Verdacht für den gesamten EU-Raum zu tragen.

Sobald die Zielländer feststehen

Steht die Priorisierung, greift die Unterstützung von Händlerbund und Lizenzero gezielt dort, wo sie gebraucht wird: Für die relevanten Zielländer übernehmen wir die Suche nach einem PPWR-konformen Bevollmächtigten, die Registrierung und die laufende Verwaltung – zentral über einen digitalen Kundenaccount. So lässt sich der Aufwand auf die Märkte konzentrieren, die tatsächlich zählen.

Mit dem Rabattcode EPR-PACKAGING10 erhalten Händlerbund-Mitglieder 10 Prozent Nachlass auf den Gesamtpreis.

Veröffentlicht: 06.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 06.08.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Sandra May

Sandra May

Sandra beleuchtet Streitfälle im E-Commerce: von rechtlichen Fallstricken über Urheberrecht bis hin zu Influencer:innen und Wettbewerbsklagen.

KOMMENTARE
9 Kommentare
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Andi
10.08.2026

Antworten

Das ist das Ende für kleine Unternehmer, die einen EU-Auslands Kundenstamm haben. Die eh schon geringen Gewinne, werden davon noch aufgefressen.
Thomas Gräwe
07.08.2026

Antworten

Das ist aus unserer Sicht das Aus für den EU-weiten Handel. Wir sind aktuell dabei, über Lizenzero 13 Länder zu registrieren. Wer glaubt, man zahlt einfach eine Gebühr und damit ist alles erledigt, irrt sich gewaltig. Allein die Grundkosten liegen bei 299 € pro Land und Jahr. Hinzu kommen die jeweiligen Lizenzierungskosten im einzelnen Land. Bei etwa 100 kg Verpackungsmaterial liegen diese je nach Land zwischen rund 50 und 400 € pro Jahr. Zusätzlich entstehen weitere Kosten, zum Beispiel für einen Notar, der für Österreich und Spanien die Unterschrift des Geschäftsführers bestätigen muss. Dazu kommen kostenpflichtige Anmeldungen bei länderspezifischen Registern. In Polen fallen beispielsweise einmalig rund 500 € an. Für 13 Länder rechnen wir insgesamt mit jährlichen Kosten von etwa 6.000 bis 9.000 €. Das alles basiert auf einer EU-Verordnung, die von jedem Mitgliedstaat unterschiedlich ausgelegt und umgesetzt wird. Von einer einfachen und einheitlichen Regelung für den europäischen Binnenmarkt kann hier keine Rede sein. Für den grenzüberschreitenden Handel innerhalb der EU ist das aus unserer Sicht eine Bankrotterklärung. Thomas Gräwe SMI - Gräwe & Sohn GmbH
Marc
07.08.2026

Antworten

Schade, dass es bei PPWR nur unnötig teure Registrieungsgebühren gibt. Wenn man PPWR nimmt und dazu noch ElektroG für ganz Europa, dann ist das pro Jahr mehr als ein Jahresgehalt eines Mitarbeiters (natürlich je nach Betrieb). Unsere Strategie ist daher den Versand in die ganze EU einzustellen.
Michael
07.08.2026

Antworten

Da würde ich mich über eine Übersicht freuen, in welchen Ländern es noch Freigrenzen für einen Bevollmächtigten gibt und welche Maßnahmen dort dann notwendig sind.
Redaktion
10.08.2026
Damit haben wir uns hier beschäftigt: https://ohn.haendlerbund.de/recht/rechtsfragen/ppwr-ausnahmen-eu-laender
Andree
07.08.2026

Antworten

Also ich habe bei Lizenzero angefragt und noch einige Zusatzfragen. Gestellt per Mail am 22. Juli aber ich warte immer noch auf eine Antwort. Unterstützung ist was anderes.
Micha
07.08.2026

Antworten

so ein Quark , alle Händler sollten den EU VERSAND einstellen damit eine zentrale Stelle gegründet wird für ALLLLLE EU Länder ...Wir sind in der EU uind nicht in einem Dritte Welt Land ... das mit einem Bevollmachtigten ist Abzocke .... ich habe alles eingestelle Umsätze sind ja nicht sicher für jedes Einzelne Land .
Andree
12.08.2026
Also die sogenannten Dritte Welt Länder sind schon weiter als die EU. Ich würde meinen, dass wir mittlerweile das Dritte Welt Land sind.
cf
07.08.2026

Antworten

Meinung: Es klingt für mich etwas so, als wäre es gar nicht so schlimm. Einfach auf das Wesentliche reduzieren und gut - ich habe noch gelern: Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Heißt, wenn ich in einem anderen EU-Land einen sehr großen Umsatz habe und in allen anderen nur 5 Pakete pro Monat, dann soll ich also auf 26 Länder * 5 Pakete * 12 Monate = 1560 Pakete verzichten, weil die EU es nicht geregelt bekommt ein sinnvolles Vorgehen umzusetzen? Sorry, aber da bin ich völlig anderer Meinung.