Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Händlerbund und BVOH bündeln Kräfte – für mehr Rechtssicherheit und politisches Gehör von KMU-Händlern

Veröffentlicht: 08.07.2026
imgAktualisierung: 08.07.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
08.07.2026
img 08.07.2026
ca. 2 Min.
Händlerbund und BVOH kooperieren
Händlerbund
Der Händlerbund und der BVOH trennen ihre Rollen klarer, um kleine und mittelständische Online-Händler wirksamer zu unterstützen.


Der Händlerbund und der Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH) haben ihre Zusammenarbeit neu geordnet. Beide Organisationen bleiben rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig, wollen ihre Kompetenzen künftig aber klarer aufteilen. Ziel ist es, kleinen und mittelständischen Online-Händlern gegenüber finanzstarken Marktteilnehmern mehr Rückhalt zu geben und bürokratische Detailregulierung abzubauen.

Steigender Aufwand, sinkende Margen

Hintergrund ist der wachsende Druck auf deutsche Online-Händler: Informationspflichten, Formulierungsanforderungen, Plattformvorgaben und Produktsicherheitsvorschriften nehmen zu, ebenso das Risiko kostspieliger Abmahnungen. Gleichzeitig gelangen Millionen Waren aus dem Ausland auf den europäischen Markt, bei denen die Einhaltung von Verbraucher-, Produkt- und Wettbewerbsregeln oft fraglich ist.

Die Folge: sinkende Margen, wachsender Preisdruck durch große Plattformen und steigender Aufwand für Compliance und Dokumentation. Viele KMU-Händler geben laut den Verbänden deshalb Geschäftsbereiche auf oder stellen den Handel ganz ein.

Tim Arlt vom Händlerbund fordert vor diesem Hintergrund spürbare Entlastung und verlässliche politische Rahmenbedingungen für den Mittelstand. Heidi Kneller-Gronen vom BVOH ergänzt: „Nur so können kleine und mittelständische Online-Händler dauerhaft fair und wirtschaftlich tragfähig arbeiten.“

Wer künftig wofür zuständig ist

Die Aufgaben sind klar getrennt: Der Händlerbund bleibt Dienstleister für Online-Händler und konzentriert sich auf Rechtsberatung, rechtssichere Online-Auftritte, Compliance-Lösungen und praktische Unterstützung im digitalen Handel. Seine Stärke liegt im direkten Einblick in konkrete Umsetzungsprobleme aus der Händlerpraxis.

Der BVOH tritt weiterhin als unabhängiger politischer Interessenvertreter des KMU-Online-Handels auf. Er greift Probleme aus der Praxis auf und bringt sie gegenüber Politik, Behörden und Plattformen zur Sprache. Als einzige Organisation in Deutschland verfügt der Verband über die Klagebefugnis nach § 14 der P2B-Verordnung.

Die engere fachliche Abstimmung zwischen beiden Organisationen soll dazu beitragen, Probleme aus dem Händleralltag früher zu erkennen, strukturiert aufzubereiten und politisch sichtbarer zu machen.

Veröffentlicht: 08.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 08.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

KI
09.07.2026

Antworten

Meinung: sofort starten mit den Horror Gebühren pro EU Land: PPWR Compliance einfach gemacht mit Lizenzero - 299 Euro pro Land als Grundgebühr pro Jahr ist einfach unfairer Wettbewerb! Wie sollen kleine Unternehmen nur allein die Gebühren stemmen? Wir sagen dazu einfach nur Müll Mafia!
S. Hochmuth
09.07.2026

Antworten

Stark, das sind wahrlich gute Neuigkeiten, danke!