Die korrekte Berechnung von Fristen gehört zum Tagesgeschäft im E-Commerce. Kleine Fehler bei der Bestimmung des Enddatums können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Händlerbund stellt allen Händlern kostenlos ein Rechentool zur Verfügung, um Gewährleistungs- und Widerrufsfristen auf Knopfdruck zu ermitteln.
Digitalisierung gegen die Fehlerteufel im Recht
Bisher mussten Händlerinnen und Händler entweder manuell zum Kalender oder zu standardisierten Online-Tools greifen, um den genauen Ablauf von Ansprüchen zu bestimmen. Allerdings kam es vor, dass Faktoren wie das Lieferdatum, das Land des Käufers oder der Zustand der Ware (Neu- vs. Gebrauchtware) übersehen wurden und zu falschen Ergebnissen führten. Die Fristenrechner des Händlerbundes setzen genau hier an: Durch die Eingabe maßgeblicher Eckdaten, wie etwa dem Tag der Warenlieferung und dem Standort des Kunden, ermittelt das System sofort das rechtlich bindende Fristende.
So lässt sich beim Gewährleistungsrechner explizit wählen, ob es sich um Neu- oder Gebrauchtware handelt – eine wichtige Unterscheidung, da die Frist bei Gebrauchtwaren auf 12 Monate verkürzt sein kann. Beim Widerrufsrechner wird zudem abgefragt, ob die Widerrufsbelehrung auch nach Vertragsschluss noch einmal übersandt wurde. Falls nicht (oder falls dies erst verspätet geschieht), kalkuliert das Tool die Fristen entsprechend ein. Wird die Belehrung gar nicht nachgeholt, verlängert sich die Frist automatisch auf bis zu ein Jahr und 14 Tage.

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Yvonne Bachmann
Yvonne bringt juristische Klarheit in komplexe Fragen – zu Abmahnungen, EU-Recht, Wettbewerbsregeln und Urheberrechtsfragen.
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