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EU-Verpackungsverordnung: Wenn Bürokratie den Binnenmarkt frisst

Veröffentlicht: 21.07.2026
imgAktualisierung: 21.07.2026
Geschrieben von: Tim Arlt
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.07.2026
img 21.07.2026
ca. 2 Min.
Mit Absperrband umwickelte Pakete auf einem Förderband vor EU-Flagge als Symbol für Handels- oder Versandbeschränkungen.
KI
Die EU-Verpackungsverordnung verlangt ab August 2026 einen Bevollmächtigten pro Zielland – ohne Mindestmenge. – Ein Kommentar.


Es könnte so schön sein in unserer EU: einheitliche Regeln im Binnenmarkt, die den grenzüberschreitenden Warenverkehr erleichtern. Kein Klein-Klein mit 27 verschiedenen nationalen Vorschriften, sondern eine klare Linie für alle. Mit der EU-Verpackungsverordnung zeigt die EU gerade eindrucksvoll, dass man mit „einheitlichen Regeln“ auch das genaue Gegenteil erreichen kann.

Darum geht's: ein Bevollmächtigter in jedem Zielland

Am 12. August 2026 tritt die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in Kraft. Wer Waren in ein anderes EU-Land verschickt, muss die Verpackungen dort registrieren und lizenzieren – das war im Grunde auch bisher schon so. Neu ist, dass es dafür jetzt ein EU-weit einheitliches Regelwerk gibt, statt 27 nationaler Alleingänge.

So weit, so vernünftig. Der Haken steckt im Kleingedruckten: Wer in einen anderen EU-Staat versendet, braucht dort künftig einen Bevollmächtigten, der sich um die Erfüllung der Pflichten kümmert. Und zwar unabhängig davon, wie viel man dorthin verschickt. Es gibt keine Mindestmenge, keine Ausnahme für kleine Betriebe. Die Pflicht gilt ab dem ersten Paket.

Hohe Kosten, wenig Nutzen

Um zu verstehen, warum das für viele kleine und mittelständische Online-Händler zur echten Belastung wird, muss man wissen, wie diese ihre Waren typischerweise anbieten: Für die meisten ist Deutschland das Hauptabsatzland. Versand ins EU-Ausland wird zwar angeboten, ist aber oft eher „Beifang“ als echtes Standbein – der Großteil der Pakete bleibt im Inland, ins Ausland gehen vergleichsweise wenige.

Trotzdem kostet ein Bevollmächtigter pro Zielland mehrere hundert Euro im Jahr. Und zwar unabhängig davon, ob er fünf, fünfzig oder fünfhundert Pakete für ein Unternehmen registriert und lizenziert – der Grundbetrag fällt so oder so an. Ein Beispiel: Ein Händler, der in fünf EU-Länder verschickt, zahlt schnell mehrere tausend Euro im Jahr allein für Bevollmächtigte – bei vielleicht wenigen Dutzend Paketen pro Jahr. Das rechnet sich hinten und vorne nicht.

„Dann lasse ich das eben bleiben“

Die logische Konsequenz: Viele werden den grenzüberschreitenden Versand zum Stichtag schlicht einstellen. Nix da freier Warenverkehr. Der Binnenmarkt erfährt damit eine spürbare Schwächung – denn was am Ende bleibt, sind „die Großen“, die sich die Bevollmächtigten leisten können oder ohnehin schon Niederlassungen in den jeweiligen Ländern haben. Der grenzüberschreitende Handel konzentriert sich damit mehr und mehr auf wenige große Player.

Zur Einordnung: Als 2018 die Geoblocking-Verordnung in Kraft trat, rechtfertigte man das Verbot von Geoblocking damit, Händler zu ermutigen, über die Grenzen ihres eigenen Landes hinaus zu handeln. Bei der EU-Verpackungsverordnung entsteht eher der Eindruck, das Gegenteil sei die Intention.

Immerhin: Die EU-Kommission hat selbst vorgeschlagen, die Bevollmächtigten-Pflicht bis 2034 auszusetzen – der Vorschlag liegt aktuell im Parlament und bei den Mitgliedstaaten zur Diskussion, eine Entscheidung steht noch aus. Sollte die Aussetzung kommen, wäre zumindest dieser Teil der Belastung erst einmal vom Tisch. Bis dahin gilt: Wer grenzüberschreitend verschickt, sollte den 12. August 2026 im Ernstfall einplanen – und nicht darauf wetten, dass Brüssel rechtzeitig zurückrudert.

Veröffentlicht: 21.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 21.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Tim Arlt

Tim Arlt

Händlerbund-CEO

KOMMENTARE
70 Kommentare
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Robert
30.07.2026

Antworten

Was ist eigentlich mit den Ländern wo ich keine Verpackung lizensieren muss davon gibt es ja auch einige, wenn die Umsätze (IL) oder die Mengen (NL) nicht so hoch sind oder Beispiel Italien (Ausländische Unternehmen ohne Betriebsstätte in Italien sind nicht zum Beitritt zu CONAI verpflichtet (Punkt 2.4 des CONAI-Guides). Damit sollten sich für die meisten Onlinehändler keine weiteren Verpflichtungen ergeben.) brauch ich dann einen Bevollmächtigten in eine Land indem ich gar nichts Lizensieren muss. Gruß Robert
Heser Tauchtechnik
27.07.2026

Antworten

ich weiß es ist jetzt außerhalb des EU-Themas: jedoch finde ich nirgendwo, wie das praktisch ablaufen soll. Muß auf jedes Paket, auf jede Tüte der QR-Code mit fortlaufender Zählung? Ich habe zur reelen praktischen Umsetzung nichts gefunden. Zur Registrierung in der EU: da sag ich jetzt lieber nichts mehr. Wir liefern quasi in fast jedes EU-Land, jedoch nur evtl. mal 2x nach Griechenland, 1x nach Rumänien ect....
Ckk
27.07.2026
Ja, genau. Ich habe es so verstanden, das auf jedes Paket 1. Der Hersteller/Erzeuger genannt sein muss. 2. Hinweise zur Zusammensetzung der Verpackung. 3. Hinweise zur Entsorgung stehen muss. Vieles davon kann per QR-CODE geregelt werden. Jedoch müssen hinter dem QR-Code die Informationen in der jeweiligen Landessprache des Ziellandes angegeben sein. Habe ich etwas vergessen, sieh es mir nach. Außerdem soll es ab dem 12.8. EU-weite Piktogramme auf die Zusammensetzung der Verpackung hinweisen. Das Problem: die genaue Form dieser Piktogramme ist noch nicht beschlossen. Eine einzige Katastrophe - um es vorsichtig auszudrücken. Vieles ist unklar, zahlreiches nicht beschlossen. Aber Strafandrohungen werden ausgesprochen. Leider haben Onlne-Händler keine Traktoren, mit dem wir mal bei der EU vorbei schauen können...
Tobi
25.07.2026

Antworten

Ich habe jetzt auch entschieden den Versand ins EU-Ausland ab August einzustellen... Auch von mir ein Dankeschön an die EU! Stück für Stück werden die kleinen Unternehmen zerstört.
Frank Thiel
25.07.2026

Antworten

Bei uns macht der Versand in EU-Länder knapp 40% des Umsatzes aus, dieser wird uns dann ab dem 12.08. fehlen. Die EU schneidet sich durch die daraus fehlenden Einkommensteuer selbst ins Fleisch. Zurück in die Vergangenheit......
Ruth
25.07.2026

Antworten

Danke für den Beitrag! Die Bewertung der Verordnung spricht mir aus dem Herzen. Bleibt nur zu hoffen, dass die EU-Entscheider einmal die Augen aufmachen und sich die Realität des Onlinehandels abseits von Amazon und Co. ansehen. Das hätte ich allerdings schon vor solch weitreichenden Entscheidungen erwartet und gehört m.E. zu den Hausaufgaben von Parlamentariern.
Eric Auerbach
24.07.2026

Antworten

Das Ganze ist auch einfach eine riesen Geldmacherei. Geld das im Verwaltungssystem versickert und der Umwelt wenig dient. Beispiel - schon vor 2 Jahren forderte ebay, dass man belegt in Frankreich in einem System angemeldet zu sein. Es wurden die gleichen namhaften Dienstleister für Lizensierung empfohlen, wie jetzt auch wieder. Das erste Angebot belieft sich dort auf 5-600 € im Jahr. Als ich gesagt habe "dann nicht - steht in keinem Verhältnis zu meinem Umsatz in Frankreich", hieß es dann "geht auch für 300 €". Es geht also zu wie auf dem Flohmarkt. Die Summen sind sehr hoch, für sehr wenig, was der Dienstleister nach der Erstanmeldung noch leisten muss. Am Ende habe ich es selbst mit einer Firma in Frankreich geregelt. 80 € im Jahr. Und dafür müssen nach Anmeldung jährlich nur 2 Zahlen übertragen werden. Dafür 5-600 € zu verlangen ist einfach nur ...
AL
22.07.2026

Antworten

Guter Beitrag - danke dafür! Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es aber einige EU-Länder, in die man auch nach dem 12.08.2026 ohne diesen Bürokratie- und Kostenwahnsinn rechtssicher versenden kann 🤔 Falls das so ist: welche Länder sind das und was sind die spezifischen Regelungen?
Sascha
24.07.2026
Diese Länder können Sie bei https://lizenzero.com/ über den Verpflichtungscheck ermitteln. Das einzige was dabei für mich unklar bleibt, ist die Frage, ob deren Hinweis für einzelne Länder "Kann derzeit nicht zum Plan hinzugefügt werden" ein technisches oder systemisches Problem beschreibt, oder ob in diesen Ländern aktuell keine Registrierung oder Meldung notwendig ist. Drei, auf die dieser Hinweis zutrifft, sind EU-Mitglieder. Wenn ich es richtig notiert habe die folgenden Länder den oben benannten Hinweis: Kroatien (EU), Litauen (EU), Rumänien (EU), Schweiz, Serbien, Vereinigtes Königreich
Andre
22.07.2026

Antworten

Verkaufe seit 2015 gewerblich auf ebay (Vintage Jeans/ Bekleidung). Habe den Versand in die USA bereits eingestellt und die EU wird am 11. 08. 2026 folgen.
dirk
23.07.2026
Genau das ist augenscheinlich gewollt. Anders ist es nicht erklärbar.
Uwe
23.07.2026
Ich lasse meine negative Bewertung zur EU-Politik bewusst weg, da ich in dem Kontext EU-Verpackungsverordnung (PPWR) nach einer gangbaren, positiven Kehrtwende suche. Mein Gedanke dazu wäre: Wenn man im Sinne der Händler denkt und die zusätzlichen Kosten die im EU Ausland entstehen denkt, könnte ein gangbarer Weg sein, dass die realen Kosten für Verpackungen im Ausland über das Duale System in Deutschland oder im jeweiligen Heimatland abgegolten werden. Der Ansatz wäre: Ein Händler meldet z. B. 300 kg Papier (Kartons) beim dualen System in Deutschland an und trägt dann in eine Unterkategorie ein, wie viel davon z. B. nach Frankreich oder Polen gehen/gingen. Dann kann das duale System gemäß den Angaben des Exporteurs die Gelder an die jeweiligen EU-Länder abführen. Es wäre keine verantwortliche Person im EU-Ausland erforderlich. Es ist minimal mehr Aufwand, aber machbar, transparent und gerecht, weil man z. B. auch auf 10 kg genau abrechnen könnte. Ein Ansatz der im Sinne der Händler ist, aber ist das der Kontext, in dem die EU arbeitet? („Great Reset“ lässt grüßen ;-)
MF
22.07.2026

Antworten

Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist ein Gesetzeswerk der Europäischen Union. Ausgearbeitet wurde sie maßgeblich von der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission (das Kollegium der Kommissionsmitglieder) besteht aus 27 Kommissaren – je einem Mitglied aus jedem EU-Land. An der Spitze steht die amtierende Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die aktuelle Kommission ist seit dem 1. Dezember 2024 im Amt. Zur aktuellen Kommission gehören neben der Präsidentin weitere zentrale Exekutive Vizepräsidenten sowie Kommissare für verschiedene Fachbereiche: Ursula von der Leyen (Deutschland) – Präsidentin Teresa Ribera Rodríguez (Spanien) – Exekutive Vizepräsidentin (Sauberer, gerechter und wettbewerbsfähiger Übergang) Henna Virkkunen (Finnland) – Exekutive Vizepräsidentin (Tech-Souveränität, Sicherheit und Demokratie) Stéphane Séjourné (Frankreich) – Exekutiver Vizepräsident (Wohlstands- und Industriestrategie) Kaja Kallas (Estland) – Hohe Vertreterin und Vizepräsidentin (Außen- und Sicherheitspolitik) Roxana Mînzatu (Rumänien) – Exekutive Vizepräsidentin (Soziale Rechte, Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze) Raffaele Fitto (Italien) – Exekutiver Vizepräsident (Kohäsion und Reformen) Weitere wichtige Kommissionsmitglieder sind unter anderem: Magnus Brunner (Österreich) – Innere Angelegenheiten und Migration Wopke Hoekstra (Niederlande) – Klima, Netto-Null und sauberes Wachstum Piotr Serafin (Polen) – Haushalt, Betrugsbekämpfung und öffentliche Verwaltung Dan Jørgensen (Dänemark) – Energie und Wohnen Christophe Hansen (Luxemburg) – Landwirtschaft und Ernährung Apostolos Tzitzikostas (Griechenland) – Nachhaltiger Verkehr und Tourismus Andrius Kubilius (Litauen) – Verteidigung und Raumfahrt Eine vollständige, detaillierte Übersicht aller 27 Kommissare und ihrer spezifischen Ressorts finden Sie direkt auf der offiziellen Seite der Europäischen Kommission.
Matze
22.07.2026

Antworten

Um nichts anderes als die kleinen raus zu drängen geht es bei der Mehrheit der EU Regeln. Der Gedanke da hinter ist klar. Seit Jahren keine Firma mehr in D - habs nie bereut und hole mir in den Artikeln hier immer mal meine Bestätigung
Peter S.
22.07.2026

Antworten

Warum kommt keiner von den Firmen (Linzero etc.) in Zusammenarbeit mit HB oder wen auch ein PPWR Paket anzubieten pauschal bis z.B 300 euro pro Jahr = max 150 Sdg in der EU oder so ähnlich. Von Ebay kommt auch keine Idee. IHK ? Noch nie etwas dazu gelesen. Es wird hier eine Branche geschaffen = Gelddruckmaschine - einfach genial keine Werbung läuft. Wer hat eigentlich die Preise festgesetzt? Wie schon öfters geschrieben - komme ich mir ziemlich allein gelassen vor.
Redaktion
23.07.2026
Der Gedanke ist nachvollziehbar. In der Praxis ist eine pauschale Flatrate für alle EU-Länder aber kaum realisierbar. Wenn für Bevollmächtigte und die Erfüllung der jeweiligen nationalen Anforderungen in jedem Land Kosten anfallen, müssen diese auch irgendwie gedeckt werden. Deshalb hängen die Preise in der Regel davon ab, in welche Länder versendet wird und welche Leistungen tatsächlich benötigt werden. Einen einheitlichen Pauschalpreis für alle Händler und alle EU-Länder anzubieten, wäre wirtschaftlich kaum darstellbar. Wir verstehen aber, dass sich gerade kleinere Händler einfachere und kostengünstigere Lösungen wünschen. Genau deshalb greifen wir die Herausforderungen rund um die neuen Verpackungsvorgaben immer wieder auf und machen sie öffentlich.
ralf
22.07.2026

Antworten

Es müsste aber auch dem Letzten gekommen sein, dass dies gezielte Politik ist. Es geht darum die kleinen einzudämmen, nur darum geht es. Ein kleiner Händler mag für ein Konzern wie Amazon kein Konkurrenz sein, aber zig Tausende Händler aber schon. Und wie hier erwähnt wagen sich einige dieser kleine Händler spezielle Sachsen anzubieten die es bei den Großen gar nicht zu kaufen gibt. Da darf nicht sein, da wird ordentlich Lobbyismus betrieben um Gesetze zu machen, die kleine Firmen in den Abgrund drängen. Das sieht man an den ganzen neuen Regelungen der letzten Jahre. Und das Beste: Selbst wenn Z. B. Amazon und Co bewusst etwas an deinen Angeboten ändern, haftest du. Die großen Player haften nicht, ein weiteres Werkzeug was man diesen durch Rechtsprechnung in die Hand gegeben hat. Komischer Zufall, oder nicht? Stellt keiner sich diesen Fragen? Dann bietet wie in der Vergangenheit Aamzon auch noch an "Bezahlen in deinem Namen" und Amazon führt dann die Verpackungsgebühren in die jeweiligen Länder für dich ab. Natürlich nicht ganz kostnelos. Oder kurz gesagt, die großen Player bereichern sich noch an den EU Regelungen. Das soll ein Zufall sein? Und meistens sitzen Politker eh bei den großen Player irgendwo im Vorstand oder Aufsichtrat so als Nebentätigkeit. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Das ist als nur ein korrupter Sauhaufen.
Michael
22.07.2026

Antworten

Diese EU wird der Sargnagel, oder besser formuliert: Brüssel. Der gemeinschaftliche Gedanke war mal super, aber mit diesen - nennen wir sie mal nett "Gesichter" - in Brüssel, angefangen von Personen, die sich selbst ins Amt gewählt und gesetzt haben, bis hin zu Personen, die uns digitalen EURO, digitale ID und weitere Fesseln verpassen wollen ist das ganze System nur noch korrupt. Jeder kleine Händler wird gegängelt und geknechtet. Abmahnanwälte erhalten Rückenwind, damit sie jeden Mist abmahnen können. Marktwettbewerb ist nicht gegeben und dann kommt jeden Tag ein neuer Quatsch daher. Onlineshops schließen, Grundsicherung beantragen. Mit dem ganzen Mehraufwand und Mehrkosten verdienen die meisten nicht mal mehr Mindestlohn und dürfen dafür aber 12 Stunden am Tag schuften. Das wird hoffentlich bald knallen, sonst sind wir wirklich Entwicklungsland und China finanziert uns.
Markus
22.07.2026
Hätten wir nicht besser formulieren können. Wir haben bereits einen Großteil der EU Länder raus genommen, obwohl wir nicht so klein sind und das nach über 20 Jahren Onlinehandel. Wir dachten wir hatten bislang alles erlebt, aber es wird immer schlimmer, von Jahr zu Jahr, dank dieser EU! Personalentlassungen werden in den nächsten Monaten die Folge sein! Es reißt uns nämlich nun ein enormes Loch in die Finanzen, da ca. 15-20% Umsatzeinbruch dadurch entsteht (momentan sparen die deutschen Kunden ja auch spürbar, aber der Auslandsumsatz og an). Aber auch für uns rentiert sich unter diesen Voraussetzungen der ellenlange Rattenschwanz mit extremer Bürokratie (exorbitante Personalkosten um dies überhaupt alles umzusetzten), jährlichen Gebühren und oftmals extremen einmaligen Kosten (z. B. Spanien) überhaupt nicht. Wir können also nur noch eine kleine handvoll der EU Länder in der Zukunft beliefern bei welchen entweder Ausnahme gelten oder so hohe Umsätze erzielt werden, dass sich dieser Aufwand überhaupt lohnt. Wie wir die hunderten Versandregeln in Ebay anpassen sollen, wissen wir jetzt noch gar nicht, nur damit man sich effektiv mit seinem Geschäft zurückzieht, was vollkommen gegen den EU Gedanken der Gründungsväter spricht... Die Gründungsväter haben sich aber bestimmt schon längst in Ihren Gräbern umgedreht und schämen sich garantiert für aktuelle Politik made in Brüssel maßlos!
Ralf
22.07.2026

Antworten

Der Grundgedanke des europäischen Binnenmarktes war doch, für ein breites Warenangebot aller EU-Bürger zu sorgen. Es sind doch insbesondere die vielen kleinen Händler, die ganz spezielle Waren anbieten - was die meisten großen eben nicht können. Wir verkaufen über ebay vielfach Einzelstücke - dafür ist der Einstellaufwand schon ziemlich groß. Ich kann ich Voraus niemals sagen, welche Artikel wohl mal in welches Land verkauft werden. Mit der neuen Lizenzierungspflicht (wie groß ist eigentlich der tatsächliche Nutzen für die Umwelt? - Gebrauchtverpackungen sind ja nicht vorgesehen) wird das Warenangebot in der gesamten EU schrumpfen. Was geht da bei den EU-Gesetzgebern in deren Köpfen vor? Auf der einen Seite will man den innereuropäischen Handel fördern - auf das anderen Seite werden Maßnahmen ergriffen, die genau das Gegenteil bewirken und deren eigentlich angedachte Auswirkung kaum einen Nutzen bringen wird. Käufer, Verkäufer und Umwelt sind gemeinsam auf der Verliererseite.
cf
23.07.2026
Genaugenommen gewinnt die Umwelt - aber nicht, weil Verpackungen recycled werden, sondern weil einfach niemand mehr Kartons braucht und kein CO2 durch Transporte entsteht. Zudem wird auch Energie und damit CO2 eingespart wenn tausende Kleinstunternehmen schließen, denn die verbrauchen ja auch nur unnötig Energie ohne dem Staat größere Steuereinnahmen zu bringen - also weg mit dem Kleinkram...
Max Sonntag
22.07.2026

Antworten

Die Aussetzung der Bevollmächtigtenpflicht würde aber immer noch bedeuten, dass man seine Entsorgungsgebühr im jeweiligen Land selbst anmelden und entrichten muß. Der Aufwand steht dann immer noch in keinem Verhältnis zum Nutzen, wenn man nur wenige Lieferungen in jedes EU-Land pro Jahr hat. Wir haben für uns daraus den Entschluß gefasst, bereits ab 01.01.2026 keine Lieferungen mehr ins EU-Ausland anzubieten (mit Ausnahme von Österreich) und der Leidtragende ist der Verbraucher. Denn gerade in unserem Sektor gibt es nicht so viele Anbieter, die die gesuchten Teile überhaupt noch anbieten.
Redaktion
22.07.2026
Die Verpflichtung, sich an die jeweiligen nationalen Verpackungsvorschriften zu halten und gegebenenfalls dort zu registrieren oder zu beteiligen, bestand allerdings schon vor der PPWR. Wer Verpackungen in einem anderen EU-Land in Verkehr bringt, musste sich bereits bislang nach den dort geltenden Regelungen richten.
Frank Müller
22.07.2026

Antworten

Darf ich fragen ob der Händlerbund in der Bundesregierung bzw. EU vorstellig wird und dort Lobbyarbeit macht? Ich lese hier immer diese reisserischen Berichte darüber wie schrecklich die EU für uns kleine Händler ist (true) - nicht jedoch was der Händlerbund diesbezüglich als Interessenvertreter tut. Das würde mich wirklich interessieren!
Redaktion
22.07.2026
Unsere Stärke ist vor allem, den Anliegen des Online-Handels Reichweite zu verschaffen. Genau deshalb greifen wir solche Themen regelmäßig auf und machen auf die praktischen Probleme aufmerksam, die neue Regelungen für Händler mit sich bringen.
Gerade die aktuelle Verpackungsthematik ist ein gutes Beispiel dafür: Durch unsere Berichterstattung wurde das Thema auch von weiteren Medien aufgegriffen und einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Seit Kurzem arbeiten wir außerdem mit dem Bundesverband Onlinehandel (BVOH) zusammen, um den Interessen des Online-Handels noch mehr Gehör zu verschaffen.
Dirk
22.07.2026

Antworten

Schade, dass es offenbar keine Mittel gibt, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Ich vermute, die EU schafft sich selbst ab mit ihrer undurchdachten Bürokratie. Das ist leider nicht mehr aufzuhalten.
Herrmann
22.07.2026

Antworten

Ich hatte letzte Woche mit einem Deutschen in der Schweiz gesprochen der nun seine Selbständigkeit in die Schweiz verlegt hat. Er sagte alles Abläufe sind leichter und die Ansprechpartner sind auch noch nach 16 Uhr erreichbar, da keine Beamten. Deutschland siehe Aussage von Frau Bas mag keine Unternehmer , die erwirtschafteten Steuern werden aber gerne genommen, so viel wie eben geht ....
Ilias K
22.07.2026

Antworten

Man kann immer noch als kleine Händler in folgende Länder versenden. Italien, Niederlande, Schweiz, Tschechien, Rumänien, Großbritannien, Kroatien, Belgien, Irland und Litauen.
Frank Thiel
24.07.2026
Das ist so nicht korrekt, für Belgien z.B. wurde die 300-kg-Bagatellgrenze ersatzlos gestrichen: https://www.ecopv-eu.com/verpackungen-belgien-epr-leitfaden-2026/ Das gleiche gilt auch für die Niederlande und Italien. Die restlichen Länder habe ich jetzt nicht gegengecheckt. Allerdings sind die von dir genannten Länder auch die die mir der beim "Obligation Check" unter https://lizenzero.com als nicht verpflichtend ausspuckt. Da ist dann im Check wohl ein Bug drin.
Frank Thiel
25.07.2026
Hi Ilias, das ist nicht mehr aktuell, auch ab dem 12.08. muss ein Bevollmächtigter in Belgien und auch Niederlande gestellt werden: https://www.ecopv-eu.com/verpackungen-belgien-epr-leitfaden-2026/ "Die belgische 300-kg-Bagatellgrenze wird ersatzlos gestrichen und die Pflicht gilt ab dem ersten Gramm."
D.SCh
22.07.2026

Antworten

Wir verkaufen an EU-ansässige, wenn diese einen Lieferort in Deutschland haben ... kein Problem. Wenn dies ins EU-Land haben wollen, versendet diese eine Privatperson, die brauchen keinen Bevollmächtigten.
André
22.07.2026
So entstehen neue Geschäftsideen.
Michael
25.07.2026
Oder eben einen Forward-Service, die scheinen sich auch nicht an das PPWR zu halten.
Meichsner
22.07.2026

Antworten

Hallo, es ist eigentlich traurig oder eher ein Skandal, dass selbst der Händlerbund Lizensero überhaupt anbietet, wo Kosten von 270 Euro (Rabatt abgerechnet) pro Land und pro Jahr entstehen. Nun, mit der Verpackungsverordnung habe ich entschieden: kompletter Rückzug aus dem Handel ....EU, macht weiter so, es geht nicht mehr und das werden wohl früher oder später alle Händler begreifen. Ich habe Glück, dass ich schon 63+ bin und da fällt das Aufhören leichter...hat 14 Jahre Spaß gemacht auf Amazon (auch dort ist die Gängelei zuletzt immer größer geworden) ...aber nun ist Schuss...so zu handeln lehne ich ab...Fazit: viel Glück Europa und alles Gute für die Zukunft..!!!!
Redaktion
22.07.2026
Wir können gut nachvollziehen, dass viele Händler die zusätzlichen Kosten kritisch sehen. Unser Ziel ist mit diesem Angebot aber nicht, die gesetzlichen Vorgaben zu bewerten oder zu verteidigen.
Uns geht es vielmehr darum, Händlern eine rechtssichere Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, von der wir wissen, dass sie sich darauf verlassen können. Wer die gesetzlichen Anforderungen erfüllen muss, soll dies möglichst unkompliziert und mit einem verlässlichen Partner tun können.
Susanne M.
22.07.2026

Antworten

Danke für den Artikel, in dem festgestellt wird, was nicht neu sein wird, sondern bereits seit 2013 gilt. Bereits seit 2013 mußte in jedem Mitgliedsland für Elektroschrott ein Bevollmächtigter bestellt werden und zwar nicht erst ab dem ersten Versand, sondern bereits beim Angebot in das Land zu liefern. Diese Regeln haben sich jetzt nur auf den Verpackungsbereich erweitert. Aber die Abschottung des Binnenmarktes für kleine Unternehmen, die auch nur eine LED Lampe oder Geburtstagskarte mit Melodie verkaufen wollten, existiert bereits seit 2013 und viele kleine Unternehmen - wir auch - haben seither den B2C Geschäftsbereich in der EU abgeschafft.
Markus
22.07.2026
Susanne M. das ist so NICHT korrekt! Die Pflicht zur Bestellung eines Bevollmächtigten für Elektrogeräte ergibt sich zwar aus der WEEE-Richtlinie, sie galt aber nicht bereits seit 2013 einheitlich in jedem Mitgliedstaat und auch nicht überall bereits ab dem bloßen Angebot. Die Umsetzung erfolgte in den einzelnen EU-Staaten unterschiedlich und zu unterschiedlichen Zeitpunkten! Richtig ist allerdings, dass die WEEE-Regelungen den grenzüberschreitenden B2C-Handel mit Elektrogeräten für viele kleine Unternehmen schon seit vielen Jahren erheblich erschweren. Die PPWR geht nun jedoch deutlich weiter, weil sie diese Art von Verpflichtungen auf Verpackungen ausweitet und damit auch alle Unternehmen betrifft, die bislang gar keine Elektrogeräte vertreiben. Deshalb kann man die PPWR nicht einfach als "das Gleiche wie seit 2013" bezeichnen. Sie schafft zusätzliche Pflichten für eine wesentlich größere Zahl von Unternehmen. Der eigentliche Skandal ist aus meiner Sicht jedoch, dass diese Folgen in der öffentlichen Diskussion kaum thematisiert werden. Für Verbraucher bedeutet das am Ende weniger Auswahl: Viele kleine und mittlere Händler werden die Kosten und den Verwaltungsaufwand für den Versand in andere EU-Länder schlicht nicht mehr tragen können. Die Konsequenz ist, dass man künftig eben nicht mehr ohne Weiteres bei seinem Lieblings-Spanier, Lieblings-Italiener oder Lieblings-Deutschen bestellen kann, weil zahlreiche Shops den Versand in andere EU-Mitgliedstaaten gänzlich einstellen müssen. Das schwächt den europäischen Binnenmarkt, anstatt ihn zu stärken. Hat daran denn einmal so ein Schlaumeier in Brüssel gedacht? Oder bestellt ihr alle offenbar nur noch bei einem amerikanischen Großkonzern? Einfach nur traurig, was hier abläuft!
Helma Spona
22.07.2026

Antworten

Genau so ist das. Und der Wahn, der deutschen Bürokratie, dass man mit aufkleben des Versandlabels zum Erzeuger der Verpackung wird, setzt dem noch die Krönung auf. Da fragt man sich echt, von wem die bestochen werden ...
TF
22.07.2026

Antworten

Ich habe einfach kein Bock mehr auf diesen EU Mist. Da sitzen Leute die einfach keinen Plan von dem haben, was sie tun. Schafft den Laden endlich ab. Außer unnötig Verordnungen und ausufernde Bürokratie wird da sowieso nichts gemacht. In der freien Wirtschaft wären solche Leute längst arbeitslos.
Köksal
22.07.2026

Antworten

Versand nach Simbabwe ist einfacher als in die Niederlande. Einfach köstlich.
Marc
22.07.2026

Antworten

wir werden den Versand in alle EU Länder einstellen.... wenn ich in den Niederlanden z.B. nur 5 Kunden haben und jedes Paket ca. 50 gramm Pappe ist zzgl. dem Papier Klebeband und den Papiertüten dann ist eine anmeldung für derart kleine Mengen gar nicht möglich ... schade das der Handel zerstört wird ... ausser du bist groß dann ist´s egal. Mega Dank an die EU!
F.E.
22.07.2026

Antworten

Wird die Verpackung an der Grenze kontrolliert? Wie soll rückverfolgt werden ob es ein gewerbliches Paket ist? Dann muss ja jede Sendung geöffnet werden um zu schauen ob Lieferschein oder Rechnung beiliegt. Ich versende über Ebay im Jahr ca 100 Sendungen verteilt in die ganze EU mit Umsatz zwischen 10-1000 Euro. Schränkt Ebay das dann zukünftig ein? Schade dann kann ich mir künftig kaum noch was in der EU kaufen. Das ist genau so Sinnlos wie alle anderen EU Vorschriften die keiner kontrolliert außer Abmahnvereine. Warum bleibt es nicht einfach beim Papphersteller.
Meichsner
24.07.2026
mein Guter, das würde so laufen: im Ausland kauft eine Abmahngesellschaft bei dir eine Ware und hat dich damit automatisch in der Hand, wenn du Gesetze nicht eingehalten hast....so läuft das Spiel!!!
Andree
22.07.2026

Antworten

Nun auch jetzt sind nicht zwangsläufig in allen Ländern Gebühren fällig und waren es teilweise auch vorher nicht je nach Menge und Verpackung, bei anderen galt der Wahnsinn schon ab dem ersten Paket, weshalb wir auch einige Länder ausgeschlossen hatten. Nun kommen weitere hinzu wie u.a. Malta, Zypern dazu auch wenn unsere Produkte besonders dort gebraucht werden können. Macht nichts, dann übernehmen das größere die sich das leisten können und die Produkte teurer anbieten, ist vielleicht auch die Intention dahinter. Gravierender ist das neue PPWR Werk. Wir haben unsere Lieferanten schon angeschrieben bezüglich Daten der verwendeten Verpackungsmaterialien, Kartons, Folienbeutel. Man bedenke, man braucht für jede Kartongröße, Tütchen etc das Datenblatt. Bisher hat sich nur einer gemeldet alle andere nicht. Man könnte nun argumentieren, dass man dann die Ware selbst hier in der EU in eigene Kartons verpackt aber es ist ja noch immer unklar, ob die Einfuhr der Verpackung nach dem 12 August nicht generell verboten ist. Logisch wäre es ja, denn ob ein Wiederverkäufer oder Verbraucher die Verpackungen entsorgt oder der Importeur selbst ist entsorgungstechnisch gleich. Also ist davon auszugehen, dass ohne die Dokumente die Ware nicht mehr bezogen werden kann. Heißt also: Ich verkaufe die Ware die ich noch habe ab und mache denn die Firma dicht und entlasse alle. Es gibt also nicht weniger sondern mehr Bürokratie und Hürden für kleinere Firmen, großen Firmen spielt es in die Karten. Man muss davon ausgehen, dass das die Intention ist, wenn nicht gibt es kein Wort diesen Wahnsinn ansatzweise zu beschreiben. Es ist wie andere Dinge z.B. die Tatsache, dass neue KI Versionen auf den iphones erstmal nicht kommen, weil die EU verlangt, dass alle KI Anbieter einen Zugang haben müssen statt nur Gemini. Warum? Apple wird am besten wissen was passt. Und ich als Verbraucher muss kein Apple kaufen oder ich kann die KI auf dem Gerät ausschalten wenn ich das will. Nein die EU muss sich mit Ihren Technokraten in alles einmischen. Früher war ich ein großer Anhänger der EU mittlerweile wäre es mir recht wenn sich das erledigt hat.
Baumgartner
22.07.2026

Antworten

Kurz und knapp. Jeder, der sich Schuhe selber binden kann, sollte wissen das solche Abgaben und Gesetze jeden kleiner Händler vernichten. Aber von Brüssel und denen Gestalten die dort Ihr Geld "verdienen" erwarte ich nichts anderes als solche Gesetze. Auch der Händlerbund wird das merken wenn immer mehr Händler diesen nicht mehr brauchen werden.
Natalia
22.07.2026

Antworten

Wie sieht es dann aus, wenn man in den 3. Länder versendet?
Michael
25.07.2026
Viel einfacher, nur wenige Länder haben ähnlich aufwendige Vorschriften. Der Versand in die Welt steht dir offen, der Versand in die EU-Nachbarländer nicht mehr.
Frank Pagenkemper
22.07.2026

Antworten

Diese ganzen bürokratischen Anforderungen erledigen sich doch selbst. Wer kontrolliert denn den ganzen Mist? Wer kommt zu mir in den Betrieb und kontrolliert das? Der Staat hat doch längst nicht die Kohle und Manpower, um all diese überflüssigen Regeln durchzusetzen. Also wird das Recht zum Zufall, kommt ganz darauf an ob es überhaupt zu Kontrollen kommt. Die zuständige Kontrollbehörde hat 50-100 Mitarbeiter. Wie soll eine flächendeckende Prüfung stattfinden. Wenn das Recht dann also nur zufällig wirkt, ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis jemand die Verfassungsmäßigkeit prüfen läßt,
Sjaak
22.07.2026
Wenn du in den EU-Ländern, in die du versendest, keinen Bevollmächtigten hast, erhältst du keine Registrierungsnummer. Ohne diese kannst du sie auf Plattformen wie Amazon, eBay, Otto oder Kaufland nicht eintragen, und deine Angebote werden gesperrt.
MT
22.07.2026

Antworten

Auch ich werde zum Stichtag den Versand in alle EU-Länder (ausser AUT) einstellen - bravo EU, ein weiteres Meisterstück! Zusammen mit Widerrufsbutton, Garantielabel, Entwaldungsverordnung usw. ein bunter Strauss an Kosten, die keinen Cent zur Wertschöpfung beitragen und nur die Wettbewerbsfähigkeit der Kleinen schädigen. Das ist dann wohl so gewollt. Und klar, die Chinesen halten sich an alles.....
mm
22.07.2026

Antworten

Ich schrieb es schon in einem anderen Artikel. Wir versenden hauptsächlich in die DACH-Regionen. Alle anderen EU Länder kann man an einer Hand abzählen. Aus manchen EU Staaten gab es noch nie eine Bestellung. Wir bieten es an, damit jeder innerhalb der EU bei uns bestellen kann. Sollte nicht bis zum Stichtag eine andere Regelung gelten, werfen wir 85% der EU Länder als Versandland raus. Wir müssten knapp 5000,- Euro für die Bevollmächtigten zahlen. Die Gewinne schrumpfen ohnehin, weil aktuell alle Kosten steigen und unsere Politiker lieber darüber nachdenken, wie man noch mehr Geld aus uns herauspresst, als uns vor den Großen zu schützen. Es wäre schön wenn unsere gewählten Vertreter einmal etwas machen, dass uns hilft, anstatt es immer noch mehr zu verkomplizieren und zu erschweren. Die alle, sollen doch froh sein, wenn man sich als Kleinunternehmer und Mittelständler überhaupt noch Selbstständig macht. Wir sehen uns nicht als Opfer, wir richten uns da einfach neu aus und das Ziel ist immer die Gewinnoptimierung. Ärgerlich ist es aber dennoch, da man hier immer wieder mit dem Dampfhammer auf Pflänzchen schlägt, die ohnehin schlecht zwischen Amazon, Ebay und den Chinesen wachsen.
H.
22.07.2026

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Den Versand ins Ausland haben wir aufgrund der ausufernden und unsinnigen Bürokratiewut längst aufgegeben. Die Belange kleiner Händler sind den überbezahlten EU-Bürokraten doch völlig egal
Anja Betz
22.07.2026

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Wir nehmen auch die letzten Länder dann auch raus, bis auf eines, da sind wir schon angemeldet. Das rentiert sich nicht. Wenn ich einen Umsatz von irgendwo zwischen 1-2000€ im Jahr in diese Länder habe, rentiert sich weder der Aufwand noch die Kosten. Danach kann man es sich vielleicht überlegen, aber das einmal zu haben, bedeutet ja nicht, dass man den Umsatz jedes Jahr generieren kann. Als "Anfänger" würde ich das gar nicht mehr in Betracht ziehen. Mit den Grundkosten überhaupt zu versuchen ins Ausland zu versenden. Das war ein Geniestreich von einer Abteilung die verhindern möchte, das der Binnemarkt innerhalb der EU funktioniert.
HP
22.07.2026

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Zum Bevollmächtigten: Jetzt versende ich ein Paket nach Italien an einen Privatkunden. Der macht mit der Verpackung??? was er will. Und mein bezahlter Bevollmächtigter? Was macht der für mich?
Redaktion
22.07.2026
Der lizenziert und registriert dich bei dem Italienschen, dualen System.
Michael
22.07.2026
Gerade in Italien ist laut https://lizenzero.com/ kein Bevollmächtigter bei Kleinmengen nötig.
DB
22.07.2026

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Gut, kurz und knapp auf den Punkt gebracht! Man fragt sich immer wieder, ob oder inwiefern Auswirkungen geplanter Gesetze/Verordnungen tiefgreifender bedacht werden.
Andi
22.07.2026

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Wir hatten auch schon vor der jetzigen (verschärften) Regelung für den Versand in die EU diesen komplett eingestellt.
Micha
22.07.2026

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Auslandversand endet am 11.08.26 sollten sich ALLE kleinen und mittleren Händler anschliessen .....wir sind hier schon 6 Händler von denen ich weiss ........Klingbeil wird sich freuen 35 prozent weniger Umsatzsteuer ......ich habe das vor 6 Monaten Ebay erzählt ..keine Reaktion 10x angerufen ich wollte ALLLLLE Ebayhändler über Ebay Lizensieren ....
Claus
22.07.2026
auch mein EU-Versand endet am 11.08.26.
Nicole
22.07.2026
Ich werde auch nur noch Österreich und die Niederlande beliefern. Schweiz geht ja weierhin ohne irgendwelche Auflagen.. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Umsatz in einigen Ländern. (zumindest bei mir) Dachte es soll alles einfacher werden? Bürokratieabbau usw...
h.
22.07.2026
Klingbeil interessiert das nicht, erstens ist sein Gehalt gesichert und zweitens ist die Umsatzsteuer in dem jeweiligen Land abzuführen
Micha
25.07.2026
die Post wird sich freuen können die Paketsortierer um 12 uhr heimgehen da 100000de Pakete täglich wegfallen und Klingbeil bekommt die Umsatzsteuer NICHT wenn Gebrauchtware versendet wird ....
Bl
22.07.2026

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Gilt das auch für Händler aus China? Ich glaube nicht
Redaktion
22.07.2026
Tatsächlich schon. Auch Importeure aus Drittstaaten müssen sich an die EU-Gesetze halten.
Michael
22.07.2026
Theoretisch schon, praktisch wird sich das auch für die absolut nicht rechnen und einfach ignoriert.
SH
22.07.2026
Zitat: "Tatsächlich schon. Auch Importeure aus Drittstaaten müssen sich an die EU-Gesetze halten." ---- Die Realität zeigt genau das Gegenteil. Millionenfach jeden Tag. Temu, Shein, Ali machen z.B. den Endkunden zum Importeur. Und: Wer kontrolliert die Verpackungen, Sicherheit etc. etc. im Fulfillment aus Herkunft Drittstaaten ob diese überhaupt lizensiert sind. Niemand? Die Frage stellt sich auch: Wenn z.B. chinesische Unternehmen über Fulfillment liefern: Wer lizensiert die Versandverpackungen in ganz Europa. z.B. Amazon oder der chinesische Händler selbst? Für mich ist Fakt: Europäische Unternehmen sind gegenüber Drittstaaten deutlich benachteiligt. Ich würde Stand heute bei einen Firmensitz e-commerce Unternehmen ziemlich sicher in einem Drittland empfehlen. Alle Vorteile der EU mitnehmen aber viel weniger Kontrollen, Verpflichtungen, Kosten, Ärger etc. etc.
Sigi
22.07.2026
der China Händler kdslsdfn mit Sitz in efnndfn wird solange ohne Lizensierung verkaufen, bis er von EU Müllmafia / Heissluftlizensierer erwischt wird und wenn er erwischt wird, schliesst er die Bude und eröffnet neue Firma svsdfs mit Sitz in dfsds.
cf
22.07.2026

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Schöner Beitrag, aber es sei angemerkt, dass sehr kleine Unternehmen sich auch ohne Bevollmächtigten in allen Ländern einzeln registrieren und einem Entsorgungssystem anschließen müssen. Die Kosten für den Bevollmächtigten sind das eine, aber alleine der Aufwand der Registrierung, die meist nur in den Landessprachen möglich sind und zusätzlich die Grundgebühren der Entsorgungssysteme führen dazu, dass es sich für wenige Pakete pro Land nicht rechnet. Wenn ich es für mich durchrechne, dann lohnt es sich auch bei 10-20 Paketen pro Monat pro Land kaum. Wir hatten bis letztes Jahr noch an einzelnen Lieferländern festgehalten, aber es dann auch aufgegeben und versenden nur noch in Deutschland. Es wird überall die zentrale Abgabe aller Meldungen und Gebühren (wie bei der Steuer) gefordert, aber die EU scheint auf dem Ohr einfach taub zu sein - oder taub sein zu wollen. Schade, schade...
Eric Auerbach
24.07.2026
... plus Sonderregelungen: Österreich verlangt, dass das Ganze 1x notariell beglaubigt wird. Spanien verlangt, dass man sich beim Finanzamt in Spanien eine Steuernummer zulegt ... das Ganze ist echt ein schlechter Witz. Die EU ist nicht taub, nicht dumm. kann so etwas nicht übersehen ... da sitzen nur Amazon und Konsorten mit am Tisch bei solchen Entscheidungen (meint man - anders kaum zu erklären), und denen ist sowas doch nur Recht.