Eine der weltweit größten Handelsplattformen lag zwei Tage lang flach. Der Ebay-Ausfall hat diese Woche gezeigt, wie verletzlich selbst etablierte Riesen sein können. Dazu sorgt die neue Verpackungsverordnung weiter für Unsicherheit bei Händlerinnen und Händlern, obwohl die Regelung eigentlich Erleichterungen bringen soll. Google macht derweil transparent, wie viele Bewertungen entfernt wurden und stellt damit alle bloß, die das System zu großzügig genutzt haben. Und beim Thema KI zeigt eine aktuelle Auswertung: Ein gutes Viertel der Händler spürt bislang keinen echten Mehrwert. Die Woche hatte es in sich: hier ist euer Überblick.
Ebay-Ausfall sorgt für Ärger unter Händlern
Das ist passiert: Seit Sonntagabend war Ebay weltweit massiv gestört, teils komplett nicht erreichbar, teils nur minütlich verfügbar. Besonders hart traf es Händler mit laufenden Auktionen, die genau in diesem Zeitraum endeten. Als Ursache gilt einem Sicherheitsexperten zufolge ein DDoS-Angriff einer Hacktivistengruppe.
Das bedeutet für Händler: Ebay hat reagiert und verspricht Unterstützung: Negatives Feedback und Mängel durch betroffene Bestellungen werden entfernt, die Quote nicht fristgemäß verschickter Artikel wird geschützt. Wer eine Auktion hatte, die nach dem 26. April 2026 um 21:01 Uhr endete, kann die Bestellung stornieren – Verkaufs- und Anzeigengebühren sollen erstattet werden.
Verpackungsverordnung sorgt für Unsicherheit
Die neue Verpackungsverordnung sollte eigentlich die Verpackungsregeln der einzelnen Länder vereinheitlichen und die Lage für Händler:innen erleichtern. Tatsächlich sorgt sie in erster Linie für Unsicherheit. Vor allem die Frage, ob man sich jetzt bei LUCID und dem dualen System abmelden kann, hat Händler:innen interessiert. Ganz so einfach ist das allerdings nicht. Wie so oft kommt es hier auf den individuellen Einzelfall an.
Google zeigt die Anzahl gelöschter Bewertungen an
Googles neue Transparenz ist ein Weckruf: Wer wahllos Bewertungen löschen lässt, schadet am Ende seinem eigenen Ruf, mehr als jede kritische Stimme es je könnte. Das Recht, rufschädigende Falschaussagen zu entfernen, ist wichtig und schützenswert – deshalb sollte man es auch nur dafür nutzen und auf spezialisierte Services setzen, die genau diese Grenze kennen und einhalten.
Tim Arlt
Händlerbund-CEO
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