Diese Woche geht es um Dinge, die man gern auf später verschiebt – und bei denen sich das rächt. Werbekennzeichnung auf Instagram, der Widerrufsbutton als neue Pflicht und Zollkontrollen, die den Markt gerade kräftig aufräumen. Wer aufmerksam ist, hat schon gehandelt. Allen anderen: Jetzt wäre ein guter Moment.
Instagram-Werbung: Kennzeichnung gehört ins Vorschaubild
Ein Gericht hat klargestellt, was eigentlich naheliegt: Wer Werbung erst nach dem Klick kennzeichnet, täuscht Nutzer. Das reicht nicht. Die Kennzeichnung muss bereits im Vorschaubild sichtbar sein – bevor jemand überhaupt interagiert. Für alle, die auf Instagram aktiv sind und gesponserte Inhalte schalten: Jetzt lohnt es sich, die eigenen Posts systematisch zu prüfen. Eine Abmahnung als Weckruf ist teurer als eine halbe Stunde Aufräumen.
Widerrufsbutton: Ab 19. Juni Pflicht – Plugin ist fertig
Der Widerrufsbutton kommt, das ist seit einer Weile bekannt. Was viele immer noch vor sich herschieben: die technische Umsetzung. Für Shopify-Nutzer gibt es jetzt keinen Grund mehr, zu warten – das neue Plugin des Händlerbunds ist da, die Einrichtung dauert Minuten, kostet für Mitglieder nichts und im Mitgliederbereich gibt es zusätzlich ein interaktives Prüf-Tool. Wer den 19. Juni entspannt erleben will, erledigt das.
Zoll dreht auf: 4,6 Millionen Fälschungen sichergestellt
Fast 4,6 Millionen sichergestellte Produktfälschungen – die Zahl sagt alles darüber, wie groß das Problem bei Importen aus Drittländern wirklich ist. Dass der Zoll jetzt schärfer kontrolliert, ist längst überfällig. Für Händler, die auf Qualität und Sicherheitsstandards setzen, ist das eine gute Nachricht: Wer sauber arbeitet, hat von einem faireren Wettbewerb nur etwas zu gewinnen.
Das war's für diese Woche. Fristen prüfen, Posts checken, Plugin installieren – und dann ins Wochenende. Bis nächste Woche, euer Tim.
Tim Arlt
Händlerbund-CEO
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