Laut neuen Analysen der Content-Marketing-Plattform Audience Key hat Amazon einen signifikanten Einbruch der Sichtbarkeit innerhalb der organischen Google-Shopping-Ergebnisse erlitten. Zwei wesentliche Faktoren könnten diesen Rückgang erklären: Zum einen hatte Amazon den Einsatz bezahlter Shopping-Anzeigen bei Google ausgesetzt.
Zum anderen wurde eine Vereinheitlichung der zuvor getrennten Händlerprofile („Amazon“, „Amazon.com“ und „Amazon.com – Seller“) unter der gemeinsamen Identität „Amazon“ vorgenommen. Diese Änderungen scheinen sich massiv auf die Sichtbarkeit der Plattform auszuwirken. Die Zahlen beziehen sich auf den US-Markt, wo Amazon nach wie vor keine Shopping-Ads schaltet (Ende August wurden die Anzeigen in Europa wieder aufgenommen).
Rückgang in zentralen Kategorien
Vor dem 25. Juli waren 428.984 Amazon-Produktkarten in den organischen Google-Shopping-Ergebnissen sichtbar. Nach diesem Datum sank die Zahl jedoch drastisch auf 294.983 – ein Rückgang von 31 Prozent. Besonders gravierend war der Sichtbarkeitsverlust in der Kategorie Apparel, also Bekleidung, wo die Präsenz um bis zu 60 Prozent schrumpfte. Auch andere wichtige Kategorien wie Haushaltswaren (Home Goods) und Laptop-Computer waren stark betroffen, mit Rückgängen von 45 Prozent beziehungsweise 36 Prozent.
Ein noch alarmierenderes Bild zeigt sich seit dem 18. August: Nach Angaben von Audience Key-Gründer Tom Rusling sind Amazon-Produkte vollständig aus Googles organischen Shopping-Grids verschwunden. „Es bleibt abzuwarten, ob dieser Zustand nur vorübergehend oder die neue Normalität ist“, kommentierte Rusling die aktuellen Entwicklungen.
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