Ein technischer Fehler hat offenbar dafür gesorgt, dass Amazons Cloudsparte Kostenschätzungen in exorbitanter Höhe ausgestellt hat. Medienberichten zufolge häuften sich am Freitag in den sozialen Medien entsprechende Beiträge. Wie der britische Guardian berichtet, habe Amazon „Rechnungen in Höhe von 1,5 Billionen Dollar angezeigt, die normalerweise weniger als eine Tasse Kaffee gekostet hätten“. Der Fehler habe AWS-Nutzer weltweit betroffen, heißt es weiter.
Rechnungen in Höhe von Bezos’ Vermögen
Der Guardian berichtet unter anderem von dem Fall von Dan Harvey, einem Marketing-Leiter aus Hampshire, dessen Kosten sich auf 7,8 Milliarden Dollar belaufen und damit „ein wenig mehr als die 43 Cent des Vormonats“ betragen haben. Ein Student aus Delhi namens Sachin habe einen Betrag von über 10,9 Milliarden Dollar angezeigt bekommen, nachdem er im Vormonat noch 1,28 Dollar bezahlt habe. Die Historikerin Andrea Zuvich aus Derbyshire hatte satte 245 Milliarden Dollar in der Berechnung stehen – etwas weniger als Jeff Bezos’ gesamtes Vermögen (256 Milliarden Dollar).
Fehler wurde behoben
AWS erklärte später selbst, dass es zu einem technischen Problem gekommen sei. Demnach habe der Fehler bei der Kostenschätzung gelegen: Innerhalb des Abrechnungssystems habe es ein Problem bei der Preisberechnung gegeben, das betroffene Schätzwerkzeug sei nach Bekanntwerden des Fehlers abgeschaltet worden. Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, wie viele Nutzer weltweit betroffen waren.
Update, 22.07.2026
Amazon verdeutlichte gegenüber Onlinehändler News, dass es sich nicht um fehlerhafte Rechnungen, sondern um fehlerhafte Kostenschätzungen, die im Abrechnungsportal von AWS angezeigt worden waren, gehandelt habe. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst, um Verwirrungen zu vermeiden.
Artikelbild: https://www.depositphotos.com
Michael Pohlgeers
Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.
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